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04.01.2018

Solange dauert es, bis das Display des iPhone X eingebrannt ist

Das Apple iPhone X, Samsung Galaxy Note 8 und Samsung Galaxy S7 Edge mussten in einem Test beweisen, wie resistent die OLED-Displays gegen eingebrannte Bilder sind.

OLED-Displays haben den Ruf, zum Einbrennen zu neigen. Wird ein Inhalt zu lange auf derselben Stelle angezeigt, ist ein Geisterbild davon sichtbar, wenn danach ein anderer Inhalt angezeigt wird. Frühe OLED-TVs hatten dieses Problem etwa mit den Senderlogos, die immer auf der gleichen Position waren.

Aber auch bei Smartphones gibt es das Problem. So untersuchte Google Kundenbeschwerden über eingebrannte Icons beim Pixel 2 XL. Apple warnte beim iPhone X, dem einzigen iPhone mit OLED-Display, auf der Support-Website, dass Phänomene, zu denen eingebrannte Bilder gehören, „normal und zu erwarten sind“.

Das koreanische Portal Cetizen hat jetzt einen 510 Stunden dauernden Test gemacht, um festzustellen, ob das iPhone X tatsächlich so anfällig für ein eingebranntes Display ist, wie manche User befürchten. Zum Vergleich wurden ein Samsung Galaxy S7 Edge und Samsung Galaxy Note 8 mitgetestet. Bei allen drei Smartphones wird das OLED-Display von Samsung hergestellt.

17 Stunden

Beim iPhone X traten nach 17 Stunden die ersten Zeichen eines eingebrannten Displays auf. Diese waren aber so gering, dass sie im Alltag vermutlich nicht auffallen würden. Beim S7 Edge und Note 8 war noch nichts bemerkbar.

Nach 62 Stunden sieht die Lage anders aus. Das Note 8 zeigt ein deutlicheres Einbrennen als das iPhone X. Das S7 Edge zeigt hingegen kaum Anzeichen eines Einbrennens. Erst nach 155 Stunden war ein Einbrennen beim S7 Edge deutlich bemerkbar.

Der Test endete nach 510 Stunden. Bei allen Smartphones war ein deutliches Einbrennen zu sehen. Laut dem Test schnitt das iPhone X am besten ab, knapp dahinter das S7 Edge. Dass das ältere Gerät so gut abschneidet, liegt vermutlich daran, dass die maximale Helligkeit des Displays geringer als beim Note 8 ist. Beim Note 8 ist das Einbrennen am stärksten zu sehen.

Ob die eingebrannten Inhalte in den Displays wieder von selbst verschwunden sind, bzw. die Effekte mit Löschbildern reduziert werden konnten, geht aus dem Test nicht hervor. Der Test zeigt, dass User mit aktuellen OLED-Smartphones sind nicht vor eingebrannten Displays fürchten müssen – solange sie nicht tagelang durchgehend denselben, statischen Inhalt anzeigen lassen. Das gilt zumindest für Geräte mit Samsungs OLED-Bildschirmen. Einen ähnlichen Test mit den problembehafteten OLED-Displays von LG gibt es noch nicht.