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Musik-Dienst
03/22/2012

Spotify: Plattenfirmen starten eigene Apps

Der schwedische Musik-Streaming-Dienst, seit November in Österreich offiziell verfügbar, wird heute Nachmittag neue kostenlose Anwendungen in seinem App Store verfügbar machen. Mit dabei sind Apps von den Platten-Labels Domino Records, PIAS, Warner und Matador Records.

von Jakob Steinschaden

Spotify will zum "Betriebssystem für Musik" werden, und dafür tut der schwedische Musik-Dienst einiges: Nach dem Start seines App Stores vor einigen Monaten kommt jetzt ein neuer Schub Anwendungen in die Desktop-App. Insgesamt sollen ab heute, Donnerstag, zwölf neue und kostenlose Apps für die Nutzer bereitstehen.

Mit dabei sind in erster Linie Applikationen von Plattenfirmen: Universal, Sony, Warner, EMI, Def Jam, Domino, Matador, PIAS und X5 bieten verschiedene Anwendungen, die rund um die eigenen Veröffentlichungen Mehrwert bieten wollen. Matador Records etwa zeigt dem interessierten Nutzer Tourdaten zu seinen Bands, Def Jam bietet von seinen Künstlern zusammengestellte Playlists, und Domino Records blendet erklärende Texte zu Neuveröffentlichungen ein.

Neues Marketing-Tool
Neben den Plattenfirmen gibt es außerdem neue Apps für Liebhaber klassischer Musik ("Classify"), Nutzer, die gerne Playlists anderer durchhören ("Digster") oder User, die der Musikgeschmack der Facebook-Freunde interessiert ("Filtr").

Insgesamt dürften die neuen Apps aber vor allem den Plattenfirmen zugute kommen, die so ihre Künstler besser promoten und Nutzer auf ihre eigenen Inhalte verweisen können. Bekannt ist schon seit längerem, dass die Major-Labels als auch Indie-Plattenfirmen an Spotify beteiligt sind - insofern dürfte es nicht schwer gewesen sein, diese für die Bereitstellung der neuen Apps zu überreden.

Auch für Musik-Magazine
Auch herkömmliche Musik-Magazine in Deutschland haben kürzlich Spotify für sich entdeckt. Visions, Intro und Laut.de bieten seit dem kürzlichen Deutschland-Start von Spotify eigene Apps an. Wie die futurezone erfuhr, plant in Österreich etwa das Popkultur-Magazin The Gap, eine Anwendung für den Musik-Dienst zu gestalten.

Auch für die Musik-Magazine dürften die Spotify-Anwendungen vorerst als Marketing-Tool interessant sein. Da die Apps kostenlos sind, kann damit derzeit kein Geld verdient werden - vielmehr dürften Erstellung und Betrieb Mehrkosten und zusätzlichen Arbeitsaufwand für die Anbieter bedeuten. Es ist aber durchaus vorstellbar, dass Spotify-Applikationen einmal etwas kosten werden.

Installation
Wer es bis zum Update der Desktop-App (PC, Mac) nicht erwarten kann, kann sich die neue Version bereits jetzt unter http://www.spotify.com/download/previews/ herunterladen. Die neuen Apps sollten dann bereits über den "App Finder" auffindbar sein.

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