Produkte
02.05.2012

Spotify startet iPad-App

Am Mittwochvormittag hat der Streamingdienst seine erste offizielle iPad-Applikation vorgestellt. Bei den Nutzern stand die Forderung danach bereits seit längerem ganz oben auf der Wunschliste. Die App soll ab sofort weltweit verfügbar sein.

Im Rahmen eines Live-Webcasts hat Gustav Söderström, Chief Product Officer bei Spotify, am Mittwochvormittag die neue iPad App des Musikdienstes präsentiert. Auf den ersten Blick erinnert die App in punkto Design ein wenig an die offizielle Twitter-App für das iPad. Klickt man auf einen bestimmten Menüpunkt, öffnen sich nach rechts hin weitere Längs-Spalten, in denen die jeweiligen Inhalte angezeigt werden. Ganz oben werden - ähnlich wie bei der Desktop-Anwendung - Empfehlungen angezeigt, die auf Basis des persönlichen Musikhör-Verhaltens generiert werden.

Die App wurde mit einer Retina-Grafik ausgestattet, sodass man sich beispielsweise Album-Cover im Fullscreen-Modus groß und gestochen scharf auf dem iPad anzeigen lassen kann. Will man zum nächsten Track wechseln, reicht eine Wischbewegung und der gewünschte Song startet. Auch die integrierte Suchfunktion wurde eigens für das iPad gestaltet - man kann direkt aus einer Ansicht nach Playlists, Nutzern und Musik suchen. Zu jedem Künstler werden auch kurze Biografien und Infos angezeigt.

Darüber hinaus gibt es auch eine Airplay-Integration. Damit kann Musik vom iPad aus zuhause auch über die Musikanlage gestreamt werden.

Freunde und Playlists
Eine weitere Funktion sind sogennante "Trending Playlists", die danach erstellt werden, was die Freunde eines Nutzers hören. Unter dem Menüpunkt "People" kann man sich andere Spotify-Nutzer samt Profil anzeigen lassen und direkt von dort aus auch deren öffentliche Playlists abonnieren. Wer will, kann diese herunterladen und offline verfügbar machen. "So hat man die Möglichkeit, immer und überall Musik zu hören - beispielsweise, wenn man gerade im Flugzeug sitzt", sagt Söderström.

Die Inbox (Postfach) ist bei der iPad-App so gestaltet, dass nach Konversationen mit Personen unterteilt wird. Etwa wie bei den Facebook-Messages werden also alle Interaktionen mit einer bestimmten Person in einem Strang unter dem Namen des anderen Nutzers zusammengeführt.

Einstellungen
"Speziell für das iPad haben wir `Settings` eingeführt", sagt Söderström bei der App-Präsentation. Unter diesem Menüpunkt kann man zum Beispiel die Option "Crossfading" auswählen. Dadurch gibt es dann keine Pausen mehr zwischen einzelnen Songs, die Übergänge überlappen. Eine weitere, ähnliche Funktion nennt sich "Gapless Playback" und wurde speziell für Musik bzw. Musikmixes eingeführt, die für solche fließenden Übergänge gedacht sind.

Rollout am Mittwoch
Die App werde noch am Mittwoch weltweit für alle User zum Download bereitstehen, so Söderström auf futurezone-Nachfrage. Spezielle Funktionen für iPad-Premiumnutzer werde es nicht geben. Auf der Tablet-Version stehen jene Funktionen zur Verfügung, die den Premiumnutzern auch sonst mobil angeboten werden. Grundsätzlich kann sich jeder die iPad-App herunterladen, das Streamen von Musik funktioniert allerdings - wie auch auf Smartphones - nur für jene, die sich einen Premiumaccount leisten.

Wann und ob es eine App für Android-Tablets geben wird, konnte Söderström nicht beantworten. "Wir arbeiten laufend an neuen Entwicklungen und werden neue Features zur gegebenen Zeit ankündigen."

Mehr zum Thema

  • Musicplayr: Playlists als Visitenkarte im Web
  • Spotify plant Radio-Dienst
  • T-Mobile: Kooperation mit Musik-Dienst Deezer
  • Musik-Streaming im Test: Spotify gibt Ton an
  • Spotify: Play-Knopf bringt Musik auf Webseiten