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02/12/2020

Tödlicher Crash mit Tesla Autopilot: Fahrer berichtete zuvor von Problemen

Das Model X war mit 112 km/h gegen die Leitplanke gefahren. Laut Tesla ist der Fahrer schuld am Unfall.

Der Tesla-Fahrer, der im März 2018 tödlich verunglückte, hatte zuvor eine Fehlfunktion des Autopiloten gemeldet. Bei einer Ausfahrt im US-Bundesstaat Kalifornien nutzte er den Autopiloten, als er mit 112 Stundenkilometern (70 mph) gegen eine Leitplanke fuhr. 

Das National Transportation Saftey Board (NTSB) hat nun Dokumente veröffentlicht, die belegen, dass der Fahrer eine Beschwerde über Probleme mit dem Autopiloten gemeldet hatte. Wie Reuters berichtet, hatte der 38-jährige Fahrer beim Tesla-Händler angegeben, dass der Autopilot bei einer Fahrt auf die Flächenmarkierung zwischen Autobahnauffahrt und Spur lenkte.

Laut dem NTSB bestätigen die Fahrzeug-Daten, dass der Fahrer bei früheren Fahrten mehrfach korrigierend eingreifen musste, nachdem der Autopilot diesen Bereich angesteuert hatte.

Smartphone-Spiel war aktiv

Während des tödlichen Unfalls habe er seine Hände allerdings nicht am Steuer gehabt, gibt das NTSB an. Zudem gebe es keine Hinweise auf ein Brems- oder Ausweichmanöver.

Ende Februar soll deshalb eine Anhörung stattfinden, um die mögliche Unfallursache zu finden. Es gebe Hinweise darauf, dass der Fahrer sein Smartphone während der Fahrt benutzt hat.

Die Daten aus seinem iPhone weisen darauf hin, dass er während der Fahrt das Spiel Three Kingdoms gespielt hat, bei dem man in der Regel beide Hände am Display hat. Allerdings kann das NTSB nicht sicher sagen, ob der Fahrer während des Unfalls am Smartphone gespielt hat.

Hände nicht am Steuer

In der Gebrauchsanweisung des Autopiloten schreibt Tesla, dass Fahrer die Hände permanent am Steuer haben und ihre ungeteilte Aufmerksamkeit dem Fahrgeschehen widmen sollen. Den Dokumenten zufolge habe der verunglückte Fahrer in den letzten sechs Sekunden vor dem Unfall das Lenkrad nicht berührt. Ein Drittel der Zeit, in der der Autopilot aktiv war, soll er die Hände nicht am Steuer gehabt haben. 

Das NTSB untersucht derzeit einen weiteren Fall, in denen der Tesla-Autopilot versagt hat. Im März 2019 war ein Fahrer verunglückt. Auch hier hatte der Fahrer in den letzten 8 Sekunden vor dem Crash seine Hände nicht am Steuer gehabt. Im September 2019 hatte das NTSB kommentiert, der Autopilot wurde so entwickelt, dass es Fahrern erlaube, sich vom Fahrgeschehen zu lösen.

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