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Produkte
11/12/2020

Trend zum „Homing“ führte zu ausverkauften Kaffeemaschinen

Heuer kauften viele von ihrem Urlaubsbudget neue Staubsauger, Kaffeemaschinen oder Haarschneider. Was besonders gefragt war.

von Barbara Wimmer

Elektrokleingeräte für das Eigenheim wurden 2020 völlig unerwartet zum Renner. Die Nachfrage war derart stark, dass viele Produkte schlichtweg ausverkauft sind, denn keiner der Hersteller war auf die Corona-Krise vorbereitet und darauf, dass Menschen seit diesem Jahr unfreiwillig viel mehr Zeit zu Hause verbringen.

Besonders bei Kaffeemaschinen und Staubsaugern gab es Engpässe, wie Klaus Guttmann Obfrau-Stellvertreter des Elektrokleingeräte Forums, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag berichtet. Dank des ersten Lockdowns im März und April gab es in Österreich einen Trend zum „Homing“. „Produkte, die Anfang des Jahres noch „nice-to-have“ waren, sind nun zu unverzichtbaren Helfern in Küche, Haushalt und bei der Körperpflege geworden“, sagt Gabriele Eder, Obfrau des Elektrokleingeräte Forums.

Was gekauft wurde

Viele Menschen haben, als sie vermehrt zu Hause waren, bemerkt, dass ihre Kaffeemaschine nicht das hergibt, was sie gerne hätten, oder dass der 20 Jahre alte Staubsauger vielleicht nicht mehr so ideal saugt wie erwünscht. Als die Friseure geschlossen waren, beschlossen zudem viele, dass sie zu Hause Tools brauchen, um ihre Haare selbst zu schneiden. Alle im Elektrokleingeräte Forum vertretenen Marken (wie etwa BaByliss, Bosch, Siemens, De´Longhi/Kenwood/Braun oder Philips) berichten durch die Bank von einer hohen Nachfrage während der Krise.

Bei den Kaffeemaschinen wurden vor allem Kaffeevollautomaten gut verkauft. Doch auch auf Küchenmaschinen gab es einen großen Run. „Dadurch dass mehr Zeit zu Hause verbracht wird, suchen sich die Menschen neue Hobbies. Moderne Küchenmaschinen, die neben den bekannten Eigenschaften auch erhitzen, kühlen und wiegen sowie durch Rezepte navigieren können, werden vor allem bei Familien mit Kindern immer beliebter“, so Eder. Auch Griller, Reiskocher, Dampfgarer, Heißluftfritteusen und Küchenwaagen gingen sehr gut weg.

Luftreiniger und Waagen

Zu Elektrokleingeräten zählen allerdings auch Staubsauger und Luftreiniger. „Einzelne Mitglieder des Forums nahmen die aktuelle Gesundheits-Situation sogar als Anlass, ihre Produkte von einem unabhängigen Testinstitut auf deren Wirksamkeit gegen Viren und Bakterien testen und zertifizieren zu lassen“, so Guttmann. Aber auch Saugroboter und Handstaubsauger erlebten einen so großen Boom, dass einige Geräte im Handel ausverkauft waren.

Auch interessant war die größere Nachfrage nach Personen-Waagen. „Die körperliche Betätigung in den eigenen vier Wänden mit Unterstützung von Online-Kursen boomt. Dabei das eigene Gewicht zu tracken und die Fortschritte messen zu können, ist für viele Sportbegeisterte ein Muss“, erklärt Eder. Gekauft wurde während des ersten Lockdowns vor allem online, aber laut Guttmann gingen viele Menschen danach wieder physisch in die Geschäfte.

„Sobald der stationäre Handel nach dem Lockdown wieder geöffnet war, sind die Konsumenten auch dort hin eingekaufen gegangen, anstatt online zu kaufen. Der Händler im Ort wird wieder öfter frequentiert, weil hier neben Marken-Geräten auch persönliche und hochwertige Beratung angeboten wird“, sagt Guttmann. Viele Menschen verwendeten auch ihr Urlaubsgeld dafür, um neue Produkte für ihre Wohnung zu kaufen, da sie nirgendwo hinfahren konnten.

Nachfrage bleibt hoch

Im Hinblick auf Weihnachten hätten sich die österreichischen Händler gut auf die verstärkte Nachfrage vorbereitet, heißt es. Das Elektrokleingeräte Forum geht davon aus, dass die Nachfrage weiterhin hoch bleiben wird und viele Menschen auch zu Weihnachten derartige Geräte verschenken werden. Bei der Viertel der Österreicher würden derartige neue Geräte auf der Wunschliste stehen, heißt es.

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