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06.10.2016

Umgetauschtes Galaxy Note 7 fängt in Flugzeug Feuer

Ein weiteres Samsung-Smartphone hat Feuer gefangen. Laut dem Besitzer wurde es aber im Zuge der Rückrufaktion zuvor ausgetauscht.

Ein Flugzeug im US-Bundesstaat Kentucky musste am Mittwoch kurz vor dem Start wegen Rauchentwicklung in der Kabine evakuiert werden. Auslöser war ein defektes Samsung Galaxy Note 7, wie The Verge berichtet. Einem Sprecher der betroffenen Airline Southwest zufolge konnten die Passagiere sowie die gesamte Besatzung die Maschine rechtzeitig verlassen. Die Boeing 737 mit der Flugnummer SW-994 hätte eigentlich von Louisville nach Baltimore fliegen sollen.

Besonders brisant an dem aktuellen Fall ist, dass es sich nach The-Verge-Informationen um ein Note-7-Modell handelt, das bereits von Samsung im Zuge der Rückrufaktion ausgetauscht wurde. Das sagte zumindest Brian Green, der Besitzer des Handys, der als Beweis auch ein Foto der dazugehörigen Schachtel lieferte. Über dem Barcode ist dort eindeutig ein schwarzes Quadrat zu sehen. Anhand dieses Symbols erkenne man laut Samsung, dass des sich um ein umgetauschtes und somit vermeintlich sicheres Gerät handelt. Green habe es laut eigenen Informationen am 21. September in einem AT&T-Store ausgetauscht.

Gerät laut Samsung-Webseite sicher

Samsung bietet im Internet ein Formular an, wo man anhand der Seriennummer des Gerätes überprüfen kann, ob das eigene Note 7 von dem Akku-Fehler betroffen ist. Bei dem nun explodierten Handy teilt die entsprechende Webseite laut The Verge mit, dass keine Gefahr bestehe.

Für Samsung könnte der Fall ein weiteres Kapitel in der Note-7-Krise bedeuten. Nachdem Millionen Exemplare aufgrund von Brandgefahr wegen explodierender Akkus (die futurezone erklärt, warum Akkus überhaupt explodieren) zurückgerufen wurden, wird das Handy mittlerweile in manchen Ländern wieder verkauft. Samsung selbst wollte zu dem Fall kein Statement abgeben und verwies lediglich darauf, dass man das betroffene Handy erst überprüfen müsse.