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29.11.2018

US-Firma entsperrt iPhones für Privatpersonen um 3900 Dollar

Das Unternehmen DriveSavers verspricht seinen Kunden eine 100-prozentige Erfolgsquote.

Das US-amerikanische Datensicherungsunternehmen DriveSavers verspricht, iPhones für Privatpersonen zu knacken und darauf gespeicherte Daten extern abzusichern. Das Angebot ist deswegen beachtlich, weil Apple-Smartphones bekanntlich sehr schwer zu knacken sind. Auch Behörden hatten damit in der Vergangenheit schon Probleme.

Das Unternehmen weist in einer Pressaussendung darauf hin, dass nicht die Geräte von Fremden entsperrt werden: „Das Service wird exklusiv Konsumenten angeboten, die ihr Passwort vergessen haben, sich nach zu vielen inkorrekten Versuchen selbst ausgesperrt haben, oder auf die Daten von verstorbenen Familienangehörigen zugreifen wollen.“ DriveSavers verlangt auch einen entsprechenden schriftlichen Nachweis, wie etwa ein Todeszertifikat.

Laut eigenen Angaben ist man das erste Unternehmen, das ein derartiges Service auch Privatpersonen anbieten. Andere Firmen würden ausschließlich für Behörden arbeiten.

Kosten

In einem E-Mail an The Verge erlären die Unternehmensverantwortlichen, dass der Dienst 3900 Dollar kostet. Dafür bekommt man das Gerät aber auch entsperrt und betriebsbereit zurück.

Der Dienst wird für Apple-Geräte, aber auch für Windows-Rechnen sowie Smartphones anderer Hersteller wie Huawei, Lenovo oder ZTE angeboten. Mit welchen Methoden die Geräte geknackt werden, gibt DriveSavers nicht bekannt.

Verschlüsselt

Das Angebot des Unternehmens ist mit Skepsis zu betrachten, da die angesprochenen Geräte mit hohen Sicherheitsstandards ausgestattet sind. Bei Apple ist etwa der gesamte Speicher so verschlüsselt, dass nicht einmal Apple selbst Zugriff darauf hat.

Das führte auch zu dem aufsehenerregenden Streit 2016, bei dem Behörden Zugriff auf das iPhone 5c eines Schützen von San Bernadino haben wollten. Apple weigerte sich, die Behörden fanden jedoch nach mehreren Wochen selbst einen Weg, auf das Handy zuzugreifen. Dazu nahm die Bundespolizei die Dienste eines externen Hackers in Anspruch, was angeblich über 1,3 Millionen Dollar kostete.