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24.12.2017

User verklagen Apple wegen langsamen iPhones

Apples umstrittene Entscheidung, ältere iPhones absichtlich langsamer zu machen, um den Akku zu schonen, hat ein gerichtliches Nachspiel. Mehrere Klagen sind anhängig.

Das überraschende Zugeständnis Apples, die Leistung bei älteren Geräten absichtlich zu drosseln, sorgt weiterhin für Unmut. In den USA sind nun zwei Klagen von Nutzern anhängig, welche die Erklärung Apples nicht akzeptieren wollen. Der Konzern behauptet, die Leistung deswegen zurzückzufahren, um Abstürze bei Geräten mit altersschwachen Akkus zu vermeiden. War dieses "Feature" zuletzt beim iPhone 6, 6s und SE aktiviert, wurde es mit iOS 11.2 auch beim iPhone 7 aktiviert.

Intransparentes Vorgehen

Die jetzt anhängigen Klagen wurden in Kalifornien und Illinois eingebracht. Der Rechtsanwalt, der die Nutzer in Illinois vertritt, warf Apple Kundentäuschung und unmoralisches, unethisches Verhalten vor: "Nutzer, die ein Gerät mit ihrem sauer verdienten Geld kaufen, sollten davon ausgehen können, dass es die erwartete Leistung bringt". Apple habe verschleiert, warum ältere iPhones langsamer werden.

Im zweiten Fall in Kalifornien treten zwei Studierende als Kläger auf. Sie monieren, dass Apple das Update ohne Erlaubnis der Besitzer durchführe und bewusst eine Maßnahme setze, die iPhone-Inhaber zwinge, ihre iPhones durch neuere Modelle zu ersetzen, neue Batterien zu kaufen oder einfach zu akzeptieren, dass die Leistung ihres Telefons beschnitten werde. Apple selbst hat sich zu den Klangen bisher noch nicht öffentlich gemeldet.