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09/15/2011

Windows Store dockt am Internet Explorer 10 an

Auf der Entwicklerkonferenz Build hat Microsoft erstmals Einblicke in den geplanten Windows Store gegeben, über den die neuen Metro Style Apps für Windows 8, aber auch Desktop-Programme erworben werden können. Um die eigene App besser in den Vordergrund zu rücken, fungiert im Internet Explorer 10 das Icon der aufgerufenen Webseite als Direktlink zum Windows Store.

Wie Microsoft in einem Entwickler-Briefing veranschaulichte, kann die eigene Webseite auf diese Art einfach mit der eigenen App verknüpft werden. Hat der Besucher der Webseite die App noch nicht erworben, landet dieser direkt im neuen Windows Store, wenn er auf das Icon neben der Webseitenadresse klickt. Besitzt er die App bereits, kann der Besucher sie direkt aus dem Browser heraus starten.

In-App-Einkäufe auch über Dritte
Microsoft zufolge können die neuen Metro Style Apps ausschließlich über den Windows Store erworben werden. Wie bei etablierten Store-Anbietern sind In-App-Käufe vorgesehen, diese müssen aber nicht über den Windows Store getätigt werden, wie der Microsoft-Verantwortliche Ted Dworkin auf Nachfrage der futurezone bestätigte. Das Lizenzmodell für Metro Style Apps sieht einen accountbasierten Erwerb vor. Das bedeutet, dass eine einmal erworbene App auf mehreren Geräten genutzt werden kann. Neben kostenpflichtigen und Gratis-Apps wird es auch die Option zeitlich oder inhaltlich begrenzter Testversionen im Store geben.

Über die Account-Identifikation ist noch nichts bekannt. Microsoft wird - wie der Mitbewerb - die Anzahl der mit einem Account verknüpften Geräte beschränken. Erklärtes Ziel sei es jedoch, Usern die maximale Freiheit zu geben, einmal erworbene Apps auf alle eigenen Geräte mitnehmen und verwenden zu können, unterstrich Dworkin. Von diesem accountbasierten Modell ausgenommen sind allerdings herkömmliche Desktop-Apps, die in Zukunft aber ebenfalls über den Windows Store vermarktet werden können.

Jede App wird auf Malware untersucht

Die Freigabe von Apps im Store erfolgt nach technischer und inhaltlicher Überprüfung und soll so transparent wie möglich gestaltet sein, so Microsoft. Jede App wird vor der Freigabe zudem auf Malware überprüft. Bei der Auflistung und Darstellung der App im Store wird sich Microsofts Angebot wenig von den anderen Stores unterscheiden. Um User die Orientierung zu erleichtern, können die Angebote nach Kategorien, Preis, Bewertungen und Datum geordnet werden. In der App-Beschreibung soll zudem klar ersichtlich sein, auf welche Funktionen - wie etwa Geolocation, Kamera oder andere Sensoren - die App zurückgreift.

Derzeit können Entwickler noch keine Apps für den Store einreichen. In der Entwicklerversion von Windows 8 ist aber bereits ein Zertifizierungs-Tool inkludiert, mit dem die technische Überprüfung der App hinsichtlich Windows 8 durchgeführt werden kann.

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