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07/17/2020

Zu wenig Leistung beim iPhone: Apple soll Schadensersatz zahlen

Europäische Konsumentenschützer wollen 60 Euro pro betroffenem Kunden erstreiten.

Weil Apple die Leistung älterer iPhones absichtlich drosselte, muss der Konzern bereits in den USA Kunden entschädigen. Bis zu 25 Dollar pro Gerät sind dafür laut einem Vergleich vorgesehen. Nun wollen auch europäische Verbraucherschutzorganisationen Entschädigungszahlungen erwirken, wie heise.de berichtet.

Bis zu 60 Euro

Bis zu 60 Euro pro Betroffenem wollen Konsumentenschützer aus Portugal, Italien, Spanien und Belgien laut dem Bericht erstreiten. In Brasilien sollen ebenfalls Entschädigungen erwirkt werden.

Apple hatte mit der Version iOS 10.2.1 die Leistung älterer Smartphones gedrosselt. Den Schritt begründete man damit, dass man die Akkus schonen und auch verhindern wollte, dass sich iPhones plötzlich abschalten. Vielen Nutzern stieß das aber sauer auf. Apple musste danach den Batteriewechsel günstiger machen und informiert Nutzer nun ausführlicher über den Zustand der Akkus.

Strafen in Frankreich und Italien

Von der Drosselungen waren das iPhone 6, 6 Plus, 6s, 6s Plus und SE, sowie das iPhone 7 und 7 Plus betroffen. In Frankreich wurde Apple wegen der Drosselung bereits zu einer Strafzahlung von 25 Millionen Euro verurteilt, in Italien musste Apple 10 Millionen Euro bezahlen.