Science
20.12.2014

100 Entwickler arbeiten am Überschallzug Hyperloop

Die Vision des Tesla- und SpaceX-Chefs Elon Musk, Leute in einer Überschall-Röhre von Stadt A nach B zu schicken, nimmt Formen an. Über 100 Leute arbeiten an der Umsetzung.

Als Elon Musk im Sommer 2013 seine Vision eines Überschall-Röhrenzuges vorstellte, der eine Fahrt von Los Angeles nach San Francisco in 35 Minuten (statt 5 Autostunden) verspricht, erklärten viele den umtriebigen Entrepreneur für verrückt. Ein gutes Jahr später lebt das Projekt allerdings weiter. Über 100 Wissenschaftler, Entwickler und Business-Leute haben sich im Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies zusammengeschlossen, um die Verwirklichung der Technologie zu schaffen.

Der Hyperloop

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Hyperloop

Hyperloop…

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Hyperloop Transportation Technologies

Hyperloop Transportation Technologies

Hyperloop Transportation Technologies

Hyperloop Transportation Technologies

Hyperloop

Hyperloop Transportation Technologies

Hyperloop

Hyperloop

Hyperloop Elon Musk Transport Röhre

Hyperloop Elon Musk Transport Röhre

Hyperloop Elon Musk Transport Röhre

Hyperloop Elon Musk Transport Röhre

Hyperloop Elon Musk Transport Röhre

Hyperloop Elon Musk Transport Röhre

Hyperloop Elon Musk Transport Röhre

Design von Kapsel und Station

Wie Wired berichtet, handelt es sich dabei allerdings nicht um eine traditionelle Firma, sondern eher um eine lose Vereinigung von Spezialisten, die bei diversen Unternehmen wie Boeing, NASA, Yahoo, SpaceX und Salesforce ihren regulären Jobs nachgehen. Die Arbeit erfolgt in Untergruppen, meist über E-Mails, Video-Kollaboration und in der Freizeit. Großen Input bietet ein Team von 25 Studierenden der Universität Kalifornien in Los Angeles (UCLA), das Design-Lösungen für die Kapseln, Stationen und das gesamte System erarbeitet.

Dem Projektleiter und CEO von Hyperloop Transportation Technologies, Dirk Ahlborn, zufolge, wird die technische Machbarkeitsstudie nicht vor Mitte 2015 fertig sein. Fortschritte gibt es sowohl bei der Prüfung von möglichen Routen, der Kapsel sowie Stationen. Bei der Route prüfe man nicht nur US-Ziele, sondern sehe sich auch mögliche Destinationen in Europa und Asien an. Damit der Zug möglichst schnell und ruhig fahren könne, sei eine möglichst gerade Streckenführung notwendig. Ungeachtet mancher Kritiker zeigt sich Ahlborn überzeugt, dass der Transport nicht allzu unruhig ablaufen würde.

Als Designvorschlag für die Kapseln schlagen die Studierenden ein Zweikammern-System vor. Leute steigen in den Stationen in die eigentliche Kapsel mit Sitzplätzen, Fenstern und Türen zu, diese wird in eine zweite Kapselummantelung für ihre Reise durch die Röhre startklar gemacht. Diese zweite Kapsel ist mit dem Vakuumsystem ausgestattet und transportiert die Passagiere durch die Röhre. In der Station übernehmen Roboter die Gepäckverstauung.

Reibung weiterhin das Problem

Was die Technologie angeht, also die Verwirklichung des Unterdruck-Systems, das für das Erreichen von enormen Geschwindigkeiten bis über 1000 Kilometer pro Stunde notwendig ist, sind die Wissenschaftler noch nicht ganz auf einen grünen Zweig gekommen. Eine Vakuum-ähnliche Umgebung in den Röhren zu schaffen, aber auch die Konstruktion der Kapseln seien die weniger schwierigen Aufgaben, die das Team im Wesentlichen bereits gelöst habe. Komplizierter sei die Frage, wie die Kapsel innerhalb der Röhre bewegt werden, ohne dass der Widerstand zu groß werde.

Der von Musk damals veranschlagte Investitionswert von sechs bis zehn Milliarden Dollar für eine 600-Kilometer-Strecke hält Ahlborn nach den bisherigen Forschungen für realistisch. "Sobald wir mit unseren technischen Vorstudien fertig sind und genau wissen, wie das Ganze gebaut werden muss, um auch ökonomisch Sinn zu machen, werden wir die Investitionssumme auch bekommen", gibt sich Ahlborn überzeugt.