Science
31.07.2012

1200 LED-Leuchten für die Donauinsel

Das Naherholungsgebiet der Wiener, die Donauinsel, soll zum Vorzeigeprojekt in punkto Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit werden. Dazu werden derzeit 1200 Kugelleuchten gegen LED-Leuchten umgetauscht. Dadurch lässt sich der CO2-Ausstoß um rund 136 Tonnen pro Jahr verringern. Spätestens in acht Jahren soll sich die Umrüstung finanziell amortisiert haben.

Derzeit rüstet die MA 33 1200 Kugelleuchten auf der Donauinsel und den beiden Donauufern auf moderne LED-Leuchten um. Das gab die Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Klimaschutz und Energieplanung, Maria Vassilakou, am Dienstag bekannt. Rund 250 Leuchten wurden bereits ausgetauscht, die gesamte Umrüstung und Installation der neuen Leuchten soll bis spätestens Ende September abgeschlossen sein. „Die Umrüstung der alten Kugelleuchten auf der Donauinsel auf LED-Technik hilft bei der Senkung des städtischen Energieverbrauchs und zum Klimaschutz. Dieser Schritt ist die erste großflächige Anwendung von LED-Leuchten in Wien", sagte Vassilakou.

"Bessere Sehbedingungen, hochwertiges Licht"
Statt der Kugelleuchten werden nun insgesamt 1200 Stück der Philips Mini MileWide LED-Ansatzleuchte eingesetzt. Das eingesetzte Modul besteht aus 16 Hochleistungs-LEDs mit warmweißer Lichtfarbe im Bereich von 3000 Kelvin sowie einem Kühlkörper. Ein elektronischer LED-Treiber sorgt dabei für die automatische Temperaturüberwachung und die Spannungsversorgung. Die Systemleistung der Leuchte beträgt maximal 17,6 Watt am Nutzlebensdauerende.

Doch ist die Donauinsel mit den neuen Leuchten tatsächlich besser beleuchtet? "Es sind gleich viele Lichtpunkte ersetzt worden, wie vorhanden waren, aber die neue LED-Beleuchtung ist gleichmäßiger und zugleich energiesparender. Die Leuchten geben hochwertiges Licht ab und das sorgt für mehr Sicherheit und bessere Sehbedingungen", heißt es seitens Philips gegenüber der futurezone. Die Entscheidung für diese Leuchte, fiel im Rahmen eines mehrstufigen, EU-weiten Vergabeverfahrens, aus dem Philips als Bestbieter hervor ging.

Nach achten Jahren amortisiert
Insgesamt bringt der Tausch eine 80-prozentige Energieersparnis im Vergleich zu der alten Anlage mit sich. Pro Leuchte ergibt die Umrüstung eine Reduktion der Anschlussleistung von 89 Watt auf unter 18 Watt. Der Generaldirektor von Philips Austria, Robert Pfarrwaller, rechnet vor: „Die Modernisierung der gesamten Beleuchtungsanlage bringt eine jährliche Energieeinsparung von rund 370.000 kWh. Der CO2 Ausstoß wird damit um rund 136 Tonnen pro Jahr verringert."

Auch die Kosten halten sich in Grenzen: Durch ein innovatives Finanzierungsmodell mittels Amortisationscontracting (AC) sollen der Stadt Wien außerdem keine zusätzlichen Kosten entstehen. Die getätigten Investitionen werden vom Contractor vorfinanziert und durch die erreichten Energieeinsparungen beim Betrieb der Beleuchtung refinanziert. Laut Philips ist das in spätestens acht Jahren der Fall.

Insekten werden vom Licht weniger angezogen
Doch neben Energieeinsparungen bringt der Tausch auch noch weitere Vorteile mit sich: Studien haben gezeigt, dass LED-Leuchten ökologisch wesentlich verträglicher sind als herkömmliche Leuchtmittel. Besonders Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, wie sie bei Kugelleuchten zum Einsatz kommen, strahlen einen großen Teil ihres Lichts im UV-Bereich aus. Dieses Licht blendet die Insekten und leitet sie in ihrer Orientierung fehl - das ist bei einem Freizeitgebiet am Wasser, wie die Donauinsel eines ist, nicht gerade unwesentlich.

"Durch den sehr geringen UV-Anteil wirkt das Licht von LEDs nicht so anziehend auf Insekten. Außerdem wird bei diesen Leuchten das Licht gezielt nach unten gerichtet, es kommt somit zu weniger Streulicht in die Umgebung und somit ist dieses Licht für Insekten weniger sichtbar", erklärt Philips.

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