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Warnung
04/11/2012

Allianz: Stromausfälle könnten sich häufen

Die Versicherung warnt vor den Schäden, die heutzutage durch Stromausfälle entstehen könnten. Ein Finanzhändler nimmt demnach nur eine Stunde ohne Strom knapp 6 Millionen Euro Schaden. Der größte Risikofaktor sei vor allem die veraltete Infrastruktur.

In Zukunft drohen häufigere und

. Das könnte für die Wirtschaft teuer werden. Die bestehenden Stromnetze seien am Rand der Belastbarkeit, weil der Strombedarf steige, während die Kraftwerke und Netze oft überaltert seien. Dazu komme, dass durch intensiveren Stromhandel und mehr Strom aus erneuerbaren Quellen die Netze zusätzlich belastet seien.
sei ein Gefahrenpotenzial, schreibt die Allianz am Mittwoch unter Berufung auf eine Studie des Industrieversicherers Allianz Global Corporate and Specialty (AGCS).

Sicheres Österreich
Österreich sei bei der Versorgungssicherheit bei Haushalten Nummer drei in Europa mit (2010) 31,77 Minuten ungeplanten Stromausfällen. Spitzenreiter war Deutschland mit 14,90 Minuten, weniger Ausfälle als in Österreich habe es auch in den Niederlanden gegeben. Schätzungen zufolge belaufen sich die Kosten für Stromausfälle für einen Stahlhersteller auf 350.000 Euro pro Ausfall, für einen Finanzhändler auf 6 Millionen Euro pro Stunde und für einen Telekommunikationsanbieter auf 1,8 Millionen Euro pro Stunde. 2003, beim größten Stromausfall in der Geschichte der USA, wurde der wirtschaftliche Schaden auf 4 bis 8 Milliarden US-Dollar (3,05 bis 6,1 Mrd. Euro) geschätzt.

Veraltete Infrastruktur
Die Netzinfrastruktur sei im vergangenen Jahrhundert entworfen worden, um Strom von zentralen Elektrizitätswerken zu den Kunden zu leiten - und nicht als Transportnetz in alle Richtungen. Angesichts der Komplexität des Systems und der Anforderungen durch die unregelmäßige Produktion der erneuerbaren Energieträger seien intelligente Netze mit Mess-, Kommunikations- und Kontrollfunktionen nötig.

„Größere überregionale Stromausfälle haben zumeist etliche Ursachen, die oft in Kombination auftreten. Am häufigsten ist ein Anstieg des Stromverbrauchs, etwa wenn die Klimaanlagen aufgrund von Hitzewellen hochgefahren werden", erklärt Allianz-Experte Michael Bruch in der Aussendung. „In diesen Fällen kann es zu Übertragungsstörungen kommen. Die überalterten Netzinfrastrukturen begünstigen Dominoeffekte, die auch in benachbarten Stromnetzen Ausfälle verursachen können".

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