SpaceX Demo-2 Landing in the Golf of Mexico

© EPA / Bill Ingalls HANDOUT

Science

Boote mit Schaulustigen störten SpaceX-Landung

Am Sonntag landeten die beiden US-Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley nach ihrem zweimonatigen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS wieder auf der Erde. Die Kapsel "Endeavour" wasserte kurz vor 21.00 Uhr MESZ im Golf von Mexiko vor der Küste des US-Bundesstaates Florida.

Nach der Landung schwamm die Kapsel etwa 15 Minuten lang im Meer und wartete auf Bergungsboote der NASA, die die Astronauten an Bord nehmen sollten. Sie war jedoch nicht allein im Wasser.

SpaceX Demo-2 Landing in the Golf of Mexico

Zahlreiche Schaulustige

Zahlreiche Zuschauer wollten sich in ihren eigenen Booten die Landung nicht entgehen lassen. Einige kamen dem Raumschiff sehr nahe. Darunter auch ein Boot, das eine Trump-Flagge gehisst hatte, wie Business Insider berichtet.

Die US-Küstenwache habe das Gebiet vor der Landung zwar geräumt, sagte NASA-Chef Jim Bridenstine bei einem Briefing nach der Landung. Dass Passanten dem Boot zu nahe kommen, sei nicht geplant gewesen. Es gebe viele Möglichkeiten, Erfolge der Raumfahrt zu feiern, sich einem Raumfahrzeug zu nähern gehöre aber nicht dazu.

SpaceX Demo-2 Landing in the Golf of Mexico

Giftige Dämpfe

Denn die Zuseher setzten sich wegen dem die Kapsel nach der Landung umgebenden Distickstofftetroxid auch gesundheitlichen Risiken aus.

Bevor die beiden Astronauten die Kapsel verlassen konnten, musste das Bergungsteam erst private Schiffe in der Nähe räumen.

Laut der US-Küstenwache habe man zwei Stunden vor der Wasserung eine Gefahrenwarnung ausgegeben und Boote per Funkspruch um Fernbleiben ersucht. Weil die Wasserungsstelle mehr als 12 Seemeilen vor der Küste gelegen sei, habe aber die rechtliche Grundlage für eine Bootsverbotszone gefehlt.

US-SPACE-NASA-SPACEX

Gefahrenwarnung ignoriert

Viele Bootsfahrer hätten die Warnung der Küstenwache ignoriert und seien in das Gebiet eingedrungen und hätten sich selbst und den an der Operation beteiligten Einsatzkräften einer Gefahr ausgesetzt, hieß es in einer Stellungnahme der Küstenwache.

Die NASA werde künftig mehr Ressourcen benötigen, um private Boote zu entfernen und den Landebereich freizuhalten, sagte NASA-Chef Bridenstine. Man werde beim nächsten Mal besser vorbereitet sein, sagte SpaceX-COO Gwynne Shotwell.

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