Science
23.03.2017

Das sind die Nominierten für den Staatspreis Innovation 2017

Diese sechs Unternehmen haben mit ihren Projekten für Innovationen gesorgt. Sie wurden von der Expertenjury für den Staatspreis Innovation nominiert. Ein Überblick.

Jahr für Jahr werden beim Staatspreis Innovation besonders innovative Unternehmen und ihre Projekte ausgezeichnet. Bereits zum 37. Mal in Folge wird am 28. März der Staatspreis Innovation vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft vergeben.

Die Expertenjury hat folgende Unternehmen und ihre innovativen Projekte für den Staatspreis Innovation nominiert:

Die Nominierten für den Staatspreis Innovation

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Wärmedämmschichten für Flugzeugtriebwerke

Eine Suspension ist ein chemisches Stoffgemisch aus einer Flüssigkeit und darin feinverteilten Partikeln. Dem Kärntner Unternehmen Treibacher Industrie AG ist es gelungen, eine Suspension mit hoher Stabilität und maßgeschneiderter Reinheit herzustellen. Mit diesen so genannten Wärmedämmschichten können Flugzeugturbinen ausgestattet werden. Die gedämmten Triebwerke funktionieren dadurch bei höheren Temperaturen, verringern den Kerosinverbrauch und belasten damit die Umwelt um etwa 15 Prozent weniger.

Software-Algorithmen für Medienserver

Das Projekt "Wings Vioso RX - High Performance Media Processing Unit" von der AV Stumpfl GmbH aus Wallern in Oberösterreich bietet eine neuartige Lösung für Medienserver, die in Themenparks oder für Videowalls bei großen Events eingesetzt werden. Durch ausgeklügelte Software-Algorithmen wird die Anzahl der für eine Show erforderlichen Server reduziert, teilweise sogar auf ein Zehntel. Außerdem können die Präsentierenden bzw. die Schauspieler mit Gesten oder Ortswechsel direkt Einfluss auf die Wiedergabe nehmen. Dadurch müssen die Shows nicht mehr zur Gänze vorproduziert werden.

Die EV Group (EVG) aus St. Florian am Inn in Oberösterreich ist mit ihrem Projekt "SmartNIL Prozess und Großserien-Produktionsanlage für die Nanopräge-Lithographie" beim Staatspreis Innovation vertreten. Das Strukturieren von Substraten für die unterschiedlichsten Bauelemente funktioniert dank dieser schnellen und kosteneffizienten Technologie äußerst präzise. Mit der entwickelten Technologie "SmartNIL" kann selbst bei mikroskopisch kleinen Elementen ein gleichmäßiger Kontakt zwischen dem Substrat und dem wiederverwendbaren Prägestempel erreicht werden.

Die Scarletred Holding GmbH aus Wien wurde mit ihrem Projekt "SCARLETRED Vision" für den Staatspreis Innovation nominiert. Die Technologie von SCARLETRED bietet eine Möglichkeit Veränderungen der Haut verlässlich zu dokumentieren und objektiv über einen längeren Zeitraum zu vergleichen. Die Kombination aus Smartphone-App, dermatologischem Pflaster und einer Online-Plattform kann erstmals teure, unhandliche Spektrophotometer ersetzen. Neben dem privaten Gebrauch können damit auch neue Wirkstoffe schneller bewertet und klinische Studien beschleunigt werden.

Mobiles Messlabor für Fahrzeugemissionen

Mit dem mobilen Mini-Abgaslabor AVL M.O.V.E iS für Fahrzeug-Emissionsmessungen ist die AVL List GmbH aus Graz beim diesjährigen Staatspreis Innovation vertreten. Das steirische Unternehmen AVL hat ein mobiles Mini-Abgaslabor entwickelt, das ohne großen Aufwand auf einer normalen Anhängerkupplung montiert werden kann. Damit lassen sich Schadstoff-Emissionen von diversen Fahrzeugen präzise bestimmen. Seit der Markteinführung 2014 hat sich AVL M.O.V.E iS rasch als Referenzlösung für die internationale Automobilindustrie etabliert.

Neue Video-Streaming-Methode aus Kärnten

Das Projekt "Bitmovin Video Infrastructure for the Web" aus Klagenfurt verspricht eine Streaming-Technologie, die in Sachen Schnelligkeit die Konkurrenz in den Schatten stellt. Die Streaming-Infrastruktur von Bitmovin besteht aus einem Player und einer Kodierungsmethode. Der Player kann dabei Daten in hoher Auflösung, mit hoher Bildfrequenz und ohne Buffering abspielen. Der Komprimierungsdienst kodiert standardisierte Formate und ist daher nahtlos in bestehende Systeme integrierbar.

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