Starlink constellation visible in the sky

© EPA / Peter Komka

Science

Drei Prozent aller Starlink-Satelliten sind bereits kaputt

Elon Musk plant mit SpaceX mehr als 42.000 Starlink-Satelliten ins Weltall zu bringen, um damit High-Speed-Internet anbieten zu können. Bisher sind rund 800 Starlink-Satelliten im All.

SpaceX hat für seine Starlink-Satelliten allerdings bereits viel Kritik geerntet. Laut einer Studie hätte Starlink einen „extremen Einfluss“ auf die Astronomie-Forschung, heißt es seitens der Forscher der Satellite Constellations 1 (Satcon1). Durch die hellen Satelliten werde sich der Nachthimmel massiv verändern und die Astronomie würde darunter leiden.

Keine Reaktion der Satelliten

Neben diesen Problemen mit der Lichtverschmutzung gab es jedoch auch schon zahlreiche andere Schwierigkeiten, wie phys.org berichtet. Drei Prozent der Starlink-Satelliten würden im All gar nicht mehr reagieren und können nicht mehr aus der Ferne gesteuert werden. Sie sind eine große Gefahr für andere Satelliten im All sowie Raumschiffe.

SpaceX will Zusammenstöße im All zwar verhindern und baut Ionentriebwerke ein. Aber einige der Satelliten dürfen laut dem Bericht ihre Fähigkeit, gesteuert zu werden, verloren haben, wie aus einem Bericht an die Federal Communication Commission (FCC) hervorgeht.

Anders als erwartet

Das Unternehmen hat aber demnach nicht genügend Informationen zur Verfügung gestellt, um rauszufinden, welche ihrer Satelliten davon betroffen waren. Astrophysiker Jonathan McDowell vom Astrophysik-Zentrum Smithsonian hat daher seine eigene Analyse präsentiert. Bei dieser hat er die Daten von SpaceX mit den Quellen der US-Regierung verknüpft. Daraus geht hervor, dass etwa 3 Prozent aller Satelliten nicht mehr auf Kommandos hören.

Laut der ESA sind derzeit 5500 Satelliten im All, 2300 davon sind noch operabel. SpaceX selbst sagt, dass das Risiko eines Zusammenstoßes sehr gering sei, schätzte es zu Beginn mit 1 Prozent ein. Konkurrenten kritisierten SpaceX bereits dafür, dass bei dem Pilotprojekt des Satelliten-Großprojekts die Ausfallquote bei rund 7 Prozent gelegen sei. Jetzt soll die Ausfallrate also bei rund 3 Prozent liegen. Beide Zahlen sind weit höher als anfangs erwartet.

Elon Musk hatte dennoch unlängst angekündigt, weitere Starlink-Satelliten ins All schießen zu wollen und einen Beta-Test mit dem Breitband-Internet zu starten. Dieser soll zu Beginn in den USA und Kanada durchgeführt werden. Am 24. Oktober wurden 60 Starlink-Satelliten auf den Weg ins All gebracht.

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