Science
11.12.2017

Enthüllung der NASA: Wurde eine zweite Erde gefunden?

Die US-Weltraumbehörde will die neueste Entdeckung von Kepler bekanntgeben. Mit dem Weltraum-Teleskop wird nach Welten gesucht, auf denen Leben möglich ist.

Die NASA hat angekündigt, am Donnerstagabend (mitteleuropäische Zeit) eine Pressekonferenz abzuhalten. Dabei soll die neueste Entdeckung des Weltraum-Teleskop Kepler veröffentlicht werden.

Worum es sich dabei handelt, wurde noch nicht verraten. Allerdings ist Googles künstliche Intelligenz daran beteiligt. Es ist davon auszugehen, dass mit deren Hilfe Planeten entdeckt wurden, auf denen Leben möglich ist.

Planetenjäger

Kepler wird von der NASA als „Planetenjäger“ bezeichnet. Das Weltraum-Teleskop kann im All Helligkeitsunterschiede erfassen, die mit dem menschlichen Auge nicht möglich sind, etwa wenn ein Planet einen Stern passiert. So hat Kepler bereits über 2.500 Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, entdeckt. Auf zehn davon könne Leben möglich sein, verkündete die NASA im Juni. Insgesamt wurden bisher 30 Exoplanet als potenziell lebensfreundlich eingestuft.

Die Daten, auf die viele der bisherigen Kepler-Entdeckungen basieren, wurden großteils zwischen 2009 und 2013 gesammelt. Die Auswertung der Daten ist recht aufwändig und erfordert viel Computerleistung.

KI analysiert Daten

Es ist denkbar, dass mit der Hilfe von Googles künstlicher Intelligenz das vorhandene Datenmaterial schneller und effizienter ausgewertet werden kann. So könnte die Zahl der Exoplaneten mit potenziell lebensfreundlichen Bedingungen größer geworden sein. Die KI könnte auch unter den zehn Exoplaneten die herausgefiltert haben, die am wahrscheinlichsten für Leben geeignet sind.

Ebenfalls möglich ist, dass die KI die Daten von Keplers K2-Mission, die seit 2014 läuft, analysiert hat und gleichhunderte neue Exoplaneten entdeckt wurden. Die 30 lebensfreundlichen Exoplaneten wurden bisher alle bei der ersten Kepler-Mission aufgespürt. Möglicherweise hat die Google KI jetzt die ersten potenziell lebensfreundlichen Exoplaneten in den Daten der K2-Mission gefunden.