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Science
04/27/2019

ESA twittert fiktive Bedrohung durch Asteroiden live

Behörden auf der ganzen Welt kommen zu einer Übung zusammen, bei der ein Einschlagsszenario eines großen Asteroiden geprobt wird.

Weltweit führende Asteroiden-Experten versammeln sich kommenden Montag den 29. April auf der Planetary Defense Conference 2019 in der US-Hauptstadt Washington DC. Dabei beteiligen sie sich an einer Übung, bei der geprüft werden soll, wie gut die Erde bei einer realen Bedrohung durch einen Asteroiden reagieren würden.

"Es geht darum zu untersuchen, wie Beobachter, Vertreter der Weltraumbehörde, Notfallmanager, Entscheidungsträger und Bürger auf eine Vorhersage eines Einschlags und weiterführenden Informationen reagieren", sagte die NASA.

Der Twitter-Account ESA Operations begleitet die Übung mit Live-Tweets. Damit keine falsche Panik aufkommt, sind die entsprechenden Mitteilungen mit dem Hashtag #FICTIONALEVENT gekennzeichnet.

Vieles noch unklar

Aktuell ist die Informationslage bei dem fiktiven Einschlag von 2019PDC noch relativ undurchsichtig. So weiß man lediglich, dass der Asteroid zwischen 100 und 300 Meter misst. Damit ist er fünf bis 15 Mal größer als der Himmelskörper, der 2013 in Russland für Tausende zerborstene Fensterscheiben sorgte

Laut den Forschern ist mit einem Auftreffen auf der Erde 2027 zu rechnen. Die Wahrscheinlichkeit eines Einschlages hat sich zuletzt auf 1:100 erhöht.

Wer die dramatischen Ereignisse weiter im Auge behalten will, sollte in den kommenden Tagen einen genauen Blick auf den ESA-Twitter-Account werfen. Mehr Informationen zur Übung gibt es auch in einem entsprechenden Blog-Eintrag. Live-Streams von der Planetary Defense Conference wird es auf der ESA-Facebook-Seite geben.