© Georgia Tech

Universität
02/23/2012

Forscher entwickeln Zungensteuerung

Durch Magnete im Mundbereich werden Steuerungsbefehle durch die Zunge ermöglicht. Die Entwicklung könnte vor allem Menschen mit Lähmungen helfen.

Forscher an der Georgia Tech Universität haben ein System präsentiert, mit dem magnetische Piercings dazu genutzt werden, Zungenbewegungen zu registrieren und damit Dinge zu steuern. So wurde gleichzeitig eine iOS-App etwickelt, die die Zungenbewegungen auf einen virtuellen Joystick anwendet. Die Entwicklung könnte vor allem Menschen mit Rückenmarksverletzungen helfen, deren Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt ist.

In einem früheren Prototyp waren die Sensoren noch in ein Headset integriert, nun wurden sie direkt im Mund untergebracht. Dadurch erhoffen sich die Wissenschaftler bessere mechanische Stabilität und Komfort. Die Technik könnte etwa dazu genutzt werden, Rollstühle zu steuern, indem ein Smartphone die Bewegungen drahtlos an die Steuerungseinheit weitergibt.

Die Versuchsreihe umfasst elf Menschen mit Wirbelsäulenverletzungen. Die Teilnehmer mussten sich dabei einen Magneten direkt in die Zunge piercen lassen. Für die Zukunft hoffen die Forscher, eine größere Studie mit dem System durchführen zu können.

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