Science
12.03.2012

Fujitsu: „Technologie macht uns intelligenter“

Der Japaner Tatsuo Tomita glaubt fest daran, dass die Gesellschaft durch den Einsatz von neuen Technologien intelligenter wird - doch diese muss dabei auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sein. Der Leiter der Fujitsu Laboratories, einem globalen Netzwerk an Forschungseinrichtungen des IT-Konzerns, plauderte mit der futurezone über die Zukunft von Smart Cities, die jüngsten Forschungsprojekte und darüber, warum Menschen selbst entscheiden müssen, wie viele Daten sie von sich selbst preisgeben wollen.

In den Fujitsu Laboratories arbeiten Forscher und Wissenschaftler daran, Technologien zu entwickeln, mit denen die Gesellschaft künftig intelligenter werden soll. Ein wichtiges Themen dabei ist, wie man große Datenmengen verarbeiten und nutzen kann und daraus einen Nutzen für die Gesellschaft ziehen kann. Eines der Lab-Projekte durchsucht die Inhalte von sozialen Netzwerken und analysiert die enthaltenen Informationen semantisch, beispielsweise in Bezug auf Kriminalitäts-Hotspots. Dadurch lässt sich feststellen, an welchen Orten in einer Stadt am meisten Verbrechen verübt worden sind. Auf einer Karte kann zudem visualisiert werden, wie weit diese Hotspots von der nächsten Polizeistation entfernt sind.

In den Forschungseinrichtungen von Fujitsu in Japan, Europa, China, Singapur und den USA wird zudem an einer Technologie gearbeitet, mit der eine räumlich-zeitliche Datenverarbeitung möglich wird. Dabei wird auf GPS- und RFID-Daten zurückgegriffen. Diese Technologie könnte etwa dafür eingesetzt werden, den Verkehr besser zu managen. Im Interview mit der futurezone erzählt der Leiter und Präsident der Fujitsu Laboratories, Tatsuo Tomita, wie neue Technologien die Gesellschaft verändern können.

In den Fujitsu Laboratories arbeiten Forscher und Wissenschaftler daran, Technologien zu entwickeln, mit denen die Gesellschaft künftig intelligenter werden und nach wie vor von Menschenhand gesteuert werden soll. Ein wichtiges Themen dabei ist, wie man große Datenmengen verarbeiten und nutzen kann und daraus einen Nutzen für die Gesellschaft ziehen kann. Eines der Lab-Projekte durchsucht die Inhalte von sozialen Netzwerken und analysiert die enthaltenen Informationen beispielsweise auf Kriminalitäts-Hotspots. Dadurch lässt sich feststellen, an welchen Orten in einer Stadt am meisten Verbrechen verübt worden sind. Auf einer Karte kann zudem visualisiert werden, wie weit diese Hotspots von der nächsten Polizeistation entfernt sind.

In den Forschungseinrichtungen von Fujitsu, die in Japan, Europa, China, Singapur und den USA zu finden sind, wird zudem an einer Technologie gearbeitet, mit der eine räumlich-zeitliche Datenverarbeitung möglich wird. Dabei wird auf GPS- und RFID-Daten zurückgegriffen. Diese Technologie könnte etwa dafür eingesetzt werden, den Verkehr besser zu managen. Doch die futurezone plauderte mit dem Leiter und Präsidenten der Fujitsu Laboratories, Tatsuo Tomita, nicht nur über konkrete Projekte, sondern auch darüber, wie neue Technologien die Gesellschaft verändern können.

In den Fujitsu Laboratories arbeiten Forscher und Wissenschaftler daran, Technologien zu entwickeln, mit denen die Gesellschaft künftig intelligenter werden und nach wie vor von Menschenhand gesteuert werden soll. Ein wichtiges Themen dabei ist, wie man große Datenmengen verarbeiten und nutzen kann und daraus einen Nutzen für die Gesellschaft ziehen kann. Eines der Lab-Projekte durchsucht die Inhalte von sozialen Netzwerken und analysiert die enthaltenen Informationen beispielsweise auf Kriminalitäts-Hotspots. Dadurch lässt sich feststellen, an welchen Orten in einer Stadt am meisten Verbrechen verübt worden sind. Auf einer Karte kann zudem visualisiert werden, wie weit diese Hotspots von der nächsten Polizeistation entfernt sind.

 

In den Forschungseinrichtungen von Fujitsu, die in Japan, Europa, China, Singapur und den USA zu finden sind, wird zudem an einer Technologie gearbeitet, mit der eine räumlich-zeitliche Datenverarbeitung möglich wird. Dabei wird auf GPS- und RFID-Daten zurückgegriffen. Diese Technologie könnte etwa dafür eingesetzt werden, den Verkehr besser zu managen. Doch die futurezone plauderte mit dem Leiter und Präsidenten der Fujitsu Laboratories, Tatsuo Tomita, nicht nur über konkrete Projekte, sondern auch darüber, wie neue Technologien die Gesellschaft verändern können.

 

Was werden Menschen im Jahr 2020 - dank neuer Technologien - können, von dem wir derzeit nur träumen können?Wir müssen erst definieren, was für menschliche Wesen wirklich wertvoll ist, damit jeder Mensch glücklich ist. Wir brauchen in der Zukunft Technologien, die auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sind. Doch diese Bedürfnisse des Einzelnen müssen wir erst herausfinden. Außerdem müssen wir uns zum Beispiel fragen, ob es Menschen wirklich glücklich macht, wenn alles in ihrem Leben durch neue Technologien bequem wird. Hier ist ein philosophischer Diskurs notwendig. 2020 wird dieses Denken sicherlich schon weiter fortgeschritten sein als jetzt.

Technologie entwickelt sich aber ziemlich rasch weiter. Haben wir bis 2020 nicht schon sehr viele neue Entwicklungen, die in der Gesellschaft integriert sein werden?Wenn man sich die Entwicklungen der letzten Jahre genauer ansieht, wird man rasch feststellen, dass diese in Wahrheit eine Summe von kleinen, neuen Lösungen sind. Im gesamten ist das zwar ein großer Schritt, aber es sind alles kleine Einzellösungen. In den nächsten Jahren gibt es daher noch einiges zu tun.

Zu einer intelligenten Gesellschaft gehören auch smarte Städte. Was für eine Entwicklung halten Sie in diesem Bereich für besonders wichtig? Auch hier gibt es noch viel zu tun. Wenn man sich die Städte von heute anschaut gibt es da noch viele verschiedene Aspekte, die Verbesserungen vertragen könnten. Da braucht man sich nur die Verkehrsstaus oder den Energieverbrauch näher anschauen. Auch die immer älter werdende Gesellschaft und die wachsende Zahl von älteren Leuten, die alleine leben, werden uns künftig immer mehr beschäftigen. Dafür muss man geeignete Lösungen finden. In vielen Bereichen wird bereits daran gearbeitet, wie z.B. mit Automotive-Bereich. Es bedarf allerdings umfassender Vorschläge, was wir für intelligente Städte wirklich brauchen. Jeder Aspekt ist gleich wichtig, da kann man keinen herausgreifen.

In den Fujitsu Labs wird derzeit an einer Technologie gearbeitet, mit der eine räumlich-zeitliche Datenverarbeitung möglich wird. Wie schätzen Sie den Einfluss dieser Entwicklung für smarte Städte ein, etwa beim Verkehrsmanagement? Die räumlich-zeitliche Datenverarbeitung wird eines der Schlüsselelemente für smarte Städte und eine intelligente Gesellschaft sein. Sie ermöglicht, dass beispielsweise Taxis genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein werden, wenn man sie gerade braucht, weil diese mit Systemen verbunden werden können, die durch GPS und RFID-Signale genau wissen, wo Sie sich gerade befinden. Die Technologie lässt sich aber auch im Bereich der Gesundheitsvorsorge einsetzen, etwa um den Gesundheitszustand von älteren Mitbürgern zu beobachten. Wir sehen hier ein großes Potential.

Welche konkreten Pläne haben Sie?Wir werden die Technologie in verschiedenen Systemen und Lösungen implementieren. In welchen genau, können wir noch nicht öffentlich sagen.

Wie viele von den Entwicklungen des Fujitsu Labs werden eigentlich zu Produkten?Wir haben in den Labs drei verschiedene Entwicklungsmodelle. Die Ideen, die direkt aus dem Geschäftssegment kommen und die vom Markt angetrieben werden, werden in so gut wie allen Fällen auch zu Produkten. Dann haben wir eine eigene Abteilung, die für Zukunftsstrategien zuständig ist. Diese werden zu 90 Prozent umgesetzt. Wir haben allerdings auch das Modell der explorativen Forschung. Die Ideen kommen einzig und allein von den Entwicklern und Wissenschaftlern. Davon werden etwa ein Drittel aller Projekte auch zu Produkten.

Bei der Ausstellung beim "Fujitsu Forum" in München gab es auch ein Projekt aus dem Lab zu sehen, bei dem mittels Social Media-Daten die Hotspots von Verbrechen in einer japanischen Stadt analysiert und auf einer Karte dargestellt worden sind. Wie weit ist man bei dem Projekt? Anhand dieser Daten kann beispielsweise die Polizei feststellen, wo in einer bestimmten Zeitspanne die meisten Verbrechen verübt worden sind. Es ist allerdings noch ein Prototyp, der noch in vielen Aspekten verbessert werden muss. Die Software, die die Daten aggregiert und analysiert, kann dann auch in verschiedenen Systemen eingesetzt werden.

Heute sind viele Daten verfügbar - manche davon sind privat, manche öffentlich. Daraus ergeben sich Fragen, die die Privatsphäre der Bürger betreffen. Wie sehen Sie das? Das ist eine sehr schwierige Frage und oft ist es heutzutage nicht einfach zu definieren, was privat und was öffentlich ist. Private Daten können auch öffentlich sein. Außerdem hängt vieles von der persönlichen Einstellung des Einzelnen ab. In Japan gibt es zum Beispiel Telefonketten an Schulklassen, damit Eltern im Notfall rasch kontaktiert werden können, wenn es mit ihren Kindern ein Problem gibt. Manche Menschen wollen ihre Nummern allerdings nicht hergeben, weil sie Anrufe von Außenstehenden fürchten. Wenn man diese Daten nicht zur Verfügung stellt, kann man daraus allerdings auch keinen Nutzen ziehen.

Es hängt auch sehr von den einzelnen Apps ab. Man muss bei der Entwicklung von Lösungen darauf achten, dass für jede Einstellung eine passende Lösung gefunden und niemand ausgegrenzt wird, weil er seine Daten nicht öffentlich machen möchte. Wir als Technologie-Entwickler müssen dafür sorgen, dass diese Prozesse funktionieren. Die Entscheidung, wer welche Technologie nutzt, muss dann jeder Einzelne für sich treffen.

Halten Sie eine Gesellschaft, in der alle Daten öffentlich sind, nicht für gefährlich?Ja, sehr gefährlich. Aber unser Ziel ist es, dass jedes Individuum glücklich wird. Jeder muss seine Einstellung, welche Daten er privat halten will und welche öffentlich zugänglich sein sollen, selbst treffen und die Vorteile mit den Risiken abwägen.

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