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Verkehr

Hyperloop: Personentransport durch die Röhre

Neben Auto, Bahn, Flugzeug und Schiff soll es laut Elon Musk bald einen fünften Verkehrsträger geben. "Hyperloop" heißt die neue Idee des SpaceX- und Tesla-Gründers. Dabei soll es sich um eine Art Röhrensystem handeln, das Personen individuell und mit hoher Geschwindigkeit transportieren kann. Das Transportmittel soll schneller als ein Flugzeug sein, wesentlich weniger Kosten verursachen und mit Solarenergie betrieben werden.

Ab durch die Röhre

In einem Interview mit Business Insider meint Musk, man müsse sich Hyperloop wie einen Transport-Tunnel aus der Cartoon-Serie "Jetsons" vorstellen, bei dem Menschen durch eine transparente Röhre gesaugt werden. Musk schlägt vor, eine Hyperloop-Verbindung zwischen San Francisco und Los Angeles zu schaffen, mit einer durchschnittlichen Reisezeit unter 30 Minuten pro Passagier. Dabei müsse man auch nicht auf einen Abflug oder eine Abfahrt warten, sondern könnte sofort bei Eintreffen in einem Hyperloop-Terminal seine Reise antreten.

Darüber, wie Hyperloop im Detail funktionieren soll, macht Musk noch keine Angaben. Gegenüber Bloomberg Businessweek meinten einige seiner Freunde, im Sommer sei ihm ein technischer Durchbruch gelungen. Nun will Musk mit dem US-Präsidenten und dem Gouverneur von Kalifornien sprechen. Hyperloop soll als Alternative zu einer Hochgeschwindigkeits-Zugstrecke, die momentan an der US-Westküste geplant ist, überdacht werden.

Alternative zu teurem Zugprojekt

"Der 60 Milliarden Dollar teure Hochgeschwindigkeitszug, den sie in Kalifornien vorschlagen wäre der langsamste der Welt bei den höchsten Kosten pro Meile. Sie bewegen sich dabei auf völlig falsche Rekorde zu", meint Musk. Der Hyperloop soll dagegen um ca. 6 Milliarden Dollar realisierbar sein, meint der Unternehmer. Mit Solarpaneelen auf der Tunnelstrecke könnte man sowohl den Energieaufwand des Transportmittels abdecken als auch zusätzliche Energie für das Stromnetz erzeugen. Der Hyperloop ließe sich zudem 24 Stunden, sieben Tage in der Woche betreiben.

Der richtige Mann für verrückte Ideen

Wenn ein Projekt abgehoben und unrealistisch klingt, dann ist Musk der richtige Mann, um es dennoch umzusetzen. Für den Filmregisseur Jon Favreau bot Musk das Vorbild für den schwerreichen Unternehmer und gleichzeitig genialen Erfinder Tony Stark aus den "Iron Man"-Filmen. Der in Südafrika aufgewachsene Musk machte ein Vermögen mit der Gründung und dem Verkauf verschiedener Software-Firmen. Unter anderem war Musk Mitbegründer von PayPal, das eBay 2002 um 1,5 Milliarden Dollar übernahm. Musk steckte sein Vermögen in die Gründung von SpaceX, Tesla und anderen Unternehmen.

Die

von SpaceX war im Mai 2012 das erste privat produzierte Weltraumfahrzeug, das an der Internationalen Raumstation (ISS) andockte. Tesla verkauft weltweit seinen Sportwagen Roadster mit Elektro-Antrieb. Hyperloop könnte das nächste Projekt von Musk sein, dem man zu Beginn wenig Chancen einräumt, das nach einigen Jahren aber zum funktionierenden Geschäftsmodell wird.

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Wer etwas über Innovationen im Verkehrstechnik-Bereich erfahren will, die früher realisierbar sind als der Hyperloop kann von 22. bis 26. Oktober den ITS Weltkongress in Wien besuchen. Über 300 Unternehmen aus 65 Ländern präsentieren dabei ihre neuesten Entwicklungen im Bereich Verkehrstechnik und Telematik.

 

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David Kotrba

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