Science
13.09.2018

Japan will Roboter mit "menschlichen" Händen ist All schicken

Die japanische Weltraumbehörde JAXA hat einen Plan vorgestellt, der menschenähnliche Avatare im All vorsieht.

Das "Avatar X"-Projekt der japanischen Weltraumbehörde JAXA ( Japan Aerospace Exploration Agency) soll Androiden entwickeln, die Missionen im All absolvieren können. Die Roboter sollen dabei von menschlichen Bedienern ferngesteuert werden, wie engadget berichtet. Das Projekt wurde Anfang September zusammen mit der Roboterfirma Meltin und der japanischen Airline ANA präsentiert.

Meltin sagt, dass es mit der Weiterentwicklung seiner MELTANT-Alpha-Roboter für das Projekt beginnen will. Das Besondere an den MELTANT-Alpha-Androiden sind ihre Hände, die stark an menschliche Extremitäten erinnern. Sie sind etwa so schnell und kräftig wie menschliche Hände und erlauben einen vielseitigen Einsatz.

Sensoren erlauben menschlichen Operatoren zudem, zu fühlen, was der Roboter gerade tut. Die Roboter könnten im All dazu genutzt werden, Experimente durchzuführen, Reparaturen vorzunehmen und Habitate für Menschen zu bauen. Auf dem Mars könnten die Androiden etwa von einer Station in einer Umlaufbahn aus gesteuert werden. Von der Erde aus ginge das aufgrund der großen Distanz nicht. In Japan soll 2019 eine Einrichtung für Versuche mit den Robotern entstehen, 2020 sollen erste Tests im erdnahen Weltraum folgen.