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Science
05/27/2020

Mediziner warnen vor Masken bei Sommerhitze

Bei hohen Temperaturen birgt das Tragen von Masken auch Risiken. Ärzte erklären, was man beachten muss.

Die Pandemie und das Tragen von Masken wird uns noch länger beschäftigen und uns somit auch durch den Sommer begleiten. Besonders hitzeempfindliche Menschen sollten beim Tragen von Mund-Nasen-Schutz oder anderen Schutzmasken rechtzeitig auf Warnsignale achten. In Kanada - wo in Teilen des Landes aktuell bereits die erste Hitzewelle ansteht - mahnen Mediziner nun zur Vorsicht

Sie raten dabei, bei großer Hitze und feuchter Luft im Freien auf das Tragen von Masken zu verzichten. Mit Maske fällt das Atmen schwerer als ohne, erklärt David Price von der Universität in Hamilton. “Das zweite Problem ist, dass man einen Teil der ausgeatmeten Luft, die ebenfalls erwärmt ist, wieder einatmet.” Dadurch würde sich der Körper zusätzlich aufheizen.

In Innenräumen 

Colin Furness, Epidemiologe an der Universität von Toronto empfiehlt, Masken nur in Innenräumen wie Supermärkten zu tragen, wo das Halten von Abstand schwierig ist. In möglicherweise überfüllten Innenbereichen ohne Luftzirkulation - wie etwa nicht klimatisierte öffentliche Verkehrsmittel, empfiehlt der Epidemiologe, die Masken während der Fahrt unbedingt zu tragen, sie aber im Freien wieder abzunehmen. 

Wechseln sollte man seine Maske jedenfalls dann, wenn sie durchnässt ist, etwa durch Atmung, hohe Luftfeuchtigkeit oder Schweiß. Bei einer nassen Maske nimmt die Filterfunktion deutlich ab. Darum empfiehlt es sich, gerade im Sommer ein Ersatzexemplar dabei zu haben.

Kein Make-up 

Die Dermatologin Carrie L. Kovarik vom Krankenhaus der University von Pennsylvania empfiehlt, kein Make-up unter der Maske zu tragen, da die Hautporen dadurch zusätzlich verstopft werden könnten. Auch sollte man bei Hautproblemen in Erwägung ziehen, Masken mit Bändern anstelle von Gummibändern hinter den Ohren zu nutzen.

Grundsätzlich sollte man beim Tragen von Masken darauf achten, dass sie zwar passend und fest sitzen, aber keinesfalls zu eng sind und so etwa Atemwege beeinträchtigen. Besonders bei steigenden Temperaturen

Gekühlte Masken

Auch in Japan wurden in den vergangenen Wochen teilweise über 30 Grad gemessen. Ein Unternehmen hat das dazu veranlasst, in einem Automaten gekühlte Masken zu verkaufen. Der wiederverwendbare Mund-Nasen-Schutz wird laut einem Bericht der Japan Times bei 4 Grad Celsius gelagert.