Passanten mit Schutzmaske während COVID-19

© Kurier / Jeff Mangione

Science
05/26/2020

Medizinerin: Warum Masken-Gegner falsch liegen

Ein Forscher-Team untersuchte zahlreiche Studien zum Thema Masken und gibt nun eine Empfehlung ab.

Seit der Corona-Pandemie herrscht - nicht nur in Österreich - vielerorts Maskenpflicht. Ein Großteil der Länder und Menschen setzen hier auf einen gewöhnlichen Mund-Nasen-Schutz. Zumeist handelt es sich um wiederverwertbare Masken aus Stoff, die mittlerweile auch in Österreich in Geschäften angeboten werden. 

Ausgelöst durch verpflichtende Maßnahmen wird verstärkt über den Nutzen der Masken debattiert. In einem Artikel im Fachmagazin Annals of Internal Medicine nimmt die Medizinerin Catherine M. Clase nun Stellung zur Diskussion rund um die Masenpflicht. Unter ihrer Leitung untersuchte ein Team aus internationalen Wissenschaftlern Studien zum Thema Masken, die zum Teil bis zu 100 Jahre zurückreichen. 

"Überzeugend"

Klinische Studien über die Wirksamkeit von Masken außerhalb medizinischer Umgebung liegen zwar nicht vor, dennoch könne man aus den Ergebnissen gewisse Schlüsse ziehen, heißt es.

Auch, wenn Stoffmasken eine Übertragung von Covid-19 nicht verhindern können, seien die Beweise, dass sie eine Kontamination von Luft und Oberflächen verringern, “überzeugend” und eine ausreichende Grundlage für politische Entscheidungen, bis zusätzliche Daten vorliegen. 

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Partikel

Es gehe nicht darum, dass alle Partikel davon abgehalten werden, einzudringen, sondern darum, dass einige Partikel gestoppt werden - vor allem nach außen. “Jedes virusbeladene Partikel, das in einer Maske zurückgehalten wird, kann nicht als Aerosol in der Luft hängen oder auf eine Oberfläche fallen, um später durch Berühren aufgenommen zu werden”, argumentiert die Medizinierin. 

"Im besten Fall können Stoffmasken wirklich sehr gut sein und sind unter den gegebenen Umständen definitiv eine Überlegung wert", so Clase.

Studie

Auch eine Untersuchung in Hongkong  untersuchte die Wirksamkeit von Masken. Sie ergab, dass durch das Tragen von Gesichtsmasken weniger Coronaviren in Aerosolen und Mikrotröpfchen in der Atemluft nachweisbar sind.

Damit könne die Übertragung des Virus potenziell verringert werden, heißt es in der Studie, die im Fachmagazin Nature Medicine erschien. Allerdings wurde das neue Coronavirus SARS-CoV-2 nicht untersucht, sondern nur das bereits bekannte Coronavirus (SARS-CoV). 

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