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Science
04/21/2020

MedUni entwickelt Corona-Impfstoff und sucht Freiwillige

Eine Antikörper-Studie soll die Basis für die Entwicklung eines Impfstoffes bilden.

von Franziska Bechtold

Weltweit suchen Forscher nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Nun haben Forscher der MedUni Wien gemeinsam mit der Firma Viravaxx eine Technologie entwickelt, mit der sie analysieren wollen, wie das Immunsystem von Patienten nach einer Corona-Infektion reagiert. Diese Immunantwort soll die Basis für einen Impfstoff legen.

Dafür wird das Virus zunächst bis ins kleinste Detail kartografiert, um alle möglichen Bindungsstellen zu erfassen, an denen Antikörper andocken können. Dafür sucht die MedUni derzeit 200 Patienten und weitere 200 gesunde Kontrollpersonen, um herauszufinden, wer eine schützende Immunantwort ausbildet. Diese Antikörper werden anschließend ebenfalls bis ins kleinste Detail analysiert, um sie mit dem Virus abzugleichen.

Wirksamkeit der Antikörper testen

„Um einen Impfstoff zu entwickeln, müssen wir herausfinden, ob die Antikörper an der richtigen Bindungsstelle andocken und eine erneute Infektion tatsächlich verhindern. Das kann man nur in solchen hochauflösenden Tests feststellen“, erklärt Rudolf Valenta vom Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der MedUni Wien gegenüber der futurezone. Dabei bestehe auch die Möglichkeit, dass die Patienten gar keine wirksamen Antikörper gegen das Coronavirus ausbilden.

Daher wollen die Forscher, basierend auf den Ergebnissen der Studie, anschließend einen Impfstoff entwickeln. Ist ein Antikörper wirksam, kann er dafür herangezogen werden. Dockt kein Antikörper an der richtigen Stelle am Virus an, können sogenannte Hilfsproteine eingesetzt werden, die diese Funktion übernehmen. Vielversprechende Impfstoffkandidaten sollen danach an Tieren getestet werden. Anschließend wird schnellstmöglich eine klinische Prüfung eingeleitet.

Interessenten für die Teilnahme an der Studie können sich per Mail an rudolf.valenta@meduniwien.ac.at oder winfried.pickl@meduniwien.ac.at wenden.

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