Science
13.01.2014

Mikro-Windräder könnten Handys aufladen

In Texas haben Forscher winzige Windräder entwickelt, die an der weitesten Stelle 1,8 Millimeter messen, stabil sind und sich für die Massenproduktion eignen.

An der University of Texas Arlington haben die beiden Forscher Smitha Rao und J.C. Chiao ein winziges Windrad entwickelt, dem ein großes Potenzial als alternative Energiequelle zugerechnet wird. Das Windrad aus eine Nickel-Legierung misst an seiner breitesten Stelle 1,8 Millimeter. Zehn der Windräder passen auf ein einzelnes Reiskorn.

In Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Mikroelektronik-Unternehmen WinMEMS wurde ein Herstellungsverfahren angewendet, das in der Halbleiterindustrie für seine Kosteneffizienz und Zuverlässigkeit bekannt ist. Das Windrad ist robust und könnte in Zukunft als Energiequelle für mikroskopische Maschinen, aber auch für alltägliche Gebrauchsgegenstände dienen.

In Smartphone-Hüllen und Fassaden

Eine Vielzahl an Windrädern könnte "etwa auf der Hülle für dein Smartphone platziert werden. Wenn dein Telefon keine Energie mehr hat, musst du es nur in die Hülle stecken und es darin für ein paar Minuten in der Luft schwenken", meint Forscher J.C. Chiao. Die mikroskopischen Windräder könnten aber auch an der Oberfläche von Gebäuden angebracht werden, und Strom für die Beleuchtung, Umweltsensoren oder Drahtlos-Kommunikation erzeugen.