Mond

© Rachel Kraft

Science
09/11/2020

NASA bezahlt Firmen für das Sammeln von Mondsteinen

Private Unternehmen sollen die Proben am Mond sammeln. Die NASA holt sie dann von dort ab.

Die NASA will den Handel mit Mondgestein eröffnen. Die amerikanische Raumfahrtbehörde will Unternehmen dafür bezahlen, die Steine abzubauen und für die Abholung vorzubereiten. Dazu müssen die Firmen das gesammelte Material in einem Behältnis lagern und Fotos als Beweis an die NASA schicken. Dort wird dann entschieden, ob man die Steine kaufen möchte.

Für eine Probe zwischen 50 und 500 Gramm will die NASA 15.000 bis 25.000 US-Dollar bezahlen. Firmen erhalten einen Vorschuss von 10 Prozent bei Vertragsunterzeichnung, weitere 10 Prozent nach erfolgreichem Raketenstart und 80 Prozent nach dem erfolgreichen Sammeln der Proben.

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Handel eröffnen

Zur Erde bringt die NASA das Material selbst. Ziel des Aufrufes ist es, den Handel mit Rohstoffen vom Mond anzutreiben. Privatunternehmen könnten deutlich mehr Material am Mond abbauen und an weitere Interessenten verkaufen. „Wir möchten beweisen, dass Ressourcen dort abgebaut und dass mit ihnen gehandelt werden kann. Und das nicht nur zwischen Firmen oder Privatpersonen, sondern auch über Ländergrenzen hinweg“, erklärte NASA-Chef Jim Bridenstine.

Dabei will man sich aber an den 1967 vereinbarten Weltraumvertrag halten. Es besagt unter anderem, dass kein Land einen Himmelskörper für sich beanspruchen darf. Die NASA und die USA haben weitere Regelungen für den Umgang mit privat gesammelten Rohstoffen aus dem Weltall getroffen. So geht das Material, dass Firmen abbauen, in deren Besitz über und kann entsprechend gehandelt werden (Commercial Space Launch Competitiveness Act).

Wie man Bergbau am Mond betreiben darf, wurde zudem in den Artemis Accords festgehalten. Hier werden unter anderem friedliche Absichten, Transparenz, das Registrieren von Himmelsobjekten und das Teilen von wissenschaftlichen Daten gefordert.

Aufbau einer Mondbasis

Das Artemis-Abkommen kam aber nicht überall gut an. So lehnte Russland den Vertrag ab und nannte den Vorstoß ein „politisches Projekt“. Trotz der Kritik hält die NASA am Vorhaben fest Privatunternehmen in die Artemis-Mission einzubinden. 2024 sollen wieder Menschen auf dem Mond landen und langfristig eine Kolonie aufbauen.

Dabei verlässt man sich sowohl auf private Firmen wie SpaceX als auch auf die Unterstützung der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. Das Mondgestein soll aber vor diesem wichtigen Datum gesammelt werden. Es soll dabei helfen das Leben auf dem Mond nachhaltig zu gestalten, ohne dass jeder Rohstoff angeliefert werden muss. Dafür müssen allerdings nicht weitere Forschungen angestellt werden.

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