© NASA/Joshua Stevens

Science
02/21/2020

NASA-Bilder zeigen Spuren von 7000 Jahre altem Mega-See

Der urzeitliche See im zentralafrikanischen Tschadbecken war einst der größte See der Welt.

Die NASA hat unlängst neue Bilder veröffentlicht, die den 7000 Jahre alten Mega-See Tschad in der Saharawüste zeigen. Er erstreckte sich seinerzeit über bis zu 400.000 Quadratkilometer. Das machte ihn zum größten See der Welt. Zum Vergleich: Das Kaspische Meer – auch Kaspisee genannt –  ist mit 371.000 Quadratkilometer heute der größte See der Erde.

Der Tschad-See trocknete laut Forschern in den ariden Erdzeitaltern in Afrika komplett aus. Grund dafür soll die Vergletscherung der nördlichen Erdhalbkugel gewesen sein. Der See ist mithilfe von Satellitenbildern immer noch sehr gut zu erkennen er hat deutliche Spuren in der Landschaft hinterlassen. Laut NASA ist heute nur noch ein Bruchteil seiner ursprünglichen Größe zu sehen. Daten der Shuttle Radar Topography Mission (SRTM) zeigen das Ufer. Die dunkleren Areale sind die tieferen Punkte. Die Bilder stammen vom Operational Land Imager (OPI), ein Fernerkundungsinstrument an Bord von Landsat 8.

Bildung von Sandbänken

Zu sehen sind auch Sandbänke und „Kämme“, die sich am nordöstlichen Ufer gebildet haben. Laut den Forschern entstehen Sandbänke entlang von Buchten und Mündungsgebieten. Der Wind treibt Strömungen an, die den Sand in Folge an die Ufer bringen. Zu der Zeit, an dem der See noch vorhanden war, hat der Wind vom Nordosten geweht. Das hat dazu geführt, dass sich die Sandbänke Richtung Südwesten geformt haben.