© NASA/JPL-Caltech

Science
05/01/2020

NASA entwickelte Beatmungsgerät für Coronavirus-Patienten

Ein neuartiges Beatmungsgerät, das von NASA-Ingenieuren entwickelt wurde, hat jetzt in den USA eine FDA-Genehmigung erhalten.

von Barbara Wimmer

NASA-Ingenieure haben ihr Fachwissen in Raumfahrzeugen nutzen können, um ein Beatmungsgerät zu entwerfen. Das Gerät mit dem Namen VITAL (Ventilator Intervention Technology Accessible Local) ist von Ingenieuren des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Südkalifornien entwickelt worden, um das begrenzte Angebot an herkömmlichen Beatmungsgeräten des Landes freizugeben, damit diese bei Patienten mit schwerster COVID eingesetzt werden können.

Das Gerät ist auf die Behandlung von Coronavirus-Patienten (COVID-19) zugeschnitten und hat von der Food and Drug Administration (FDA) eine Zulassung erhalten, wie die NASA am Donnerstag mitteilte.

Die Notfallgenehmigung ermöglicht die Verwendung des Geräts speziell für COVID-19-Patienten mit dem Ziel, den akuten Bedarf an Beatmungsgeräten während der Coronavirus-Pandemie zu decken. Wie bei allen Beatmungsgeräten erfordert VITAL, dass Patienten sediert werden und ein Sauerstoffschlauch in ihre Atemwege eingeführt wird, um zu atmen.

"Leben verbessern"

"Diese FDA-Zulassung ist ein wichtiger Meilenstein in einem Prozess, der beispielhaft zeigt, was die Regierung in Krisenzeiten am besten kann", sagte der NASA-Administrator Jim Bridenstine. "Dieses Beatmungsgerät ist eines von unzähligen Beispielen dafür, wie Steuerzahlerinvestitionen in die Weltraumforschung - die Fähigkeiten, das Fachwissen und das Wissen, die über Jahrzehnte hinweg gesammelt wurden, um Grenzen zu überschreiten und erste Erfolge für die Menschheit zu erzielen - zu Fortschritten führen, die das Leben auf der Erde verbessern.“

Hält nur begrenzte Zeit

Für VITAL wird vorübergehend eine kostenlose Lizenz angeboten, damit die kommerzielle medizinische Industrie die Geräte herstellen kann, ohne dafür hohe Lizenzgebühren zahlen zu müssen. "Jetzt, da wir ein Design haben, arbeiten wir daran, den Staffelstab so schnell wie möglich an die medizinische Gemeinschaft und letztendlich an die Patienten weiterzugeben", sagte Fred Farina, Chief Innovation and Corporate Partnerships Officer bei Caltech.

VITAL kann laut Angaben der NASA schneller gebaut und einfacher gewartet werden als ein herkömmliches Beatmungsgerät, weil es aus weit weniger Teilen besteht. Außerdem stehen diese Teile auch über jetzt bestehende Lieferketten zur Verfügung. Ein Nachteil: Es soll nur drei bis vier Monate halten und ersetzt damit auch keine herkömmlichen Beatmungsgeräte in Krankenhäusern.

Vor der Überprüfung durch die FDA bestand der VITAL-Prototyp am 21. April einen kritischen Test an der Icahn School of Medicine am Mount Sinai in New York.

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