Science
02.07.2018

Neuartige E-Auto-Batterie heizt sich selbst auf

Forscher einer US-Uni haben eine Batterie entwickelt, die sich selbst aufheizt, um bei Kälte schneller geladen zu werden.

Elektroautos mögen die Kälte nicht. Deswegen gibt es auch beispielsweise im warmen Kalifornien mehr Elektroautos als an der kühleren US-Ostküste. Forscher der Penn State University haben nun einen neuartigen Akku entwickelt, der diesem Umstand entgegenwirkt. Der Akku heizt sich bei Kälte selbst auf. Damit kann er schneller geladen werden und er erhält seine Kapazität über einen längeren Zeitraum.

Integrierte Heizung

Soll der Akku aufgeladen werden, misst zunächst ein integrierter Thermometer die Innentemperatur. Liegt diese unter Raumtemperatur, wird eine dünne Nickelfolie im Inneren des Akkus unter Strom gesetzt. Sie heizt sich dadurch auf. Sobald Raumtemperatur erreicht ist, wird der Ladevorgang gestartet. Egal bei welcher Art von Ladestation sich das Elektroauto aufhält, auf diese Weise werden stets die besten Ladebedingungen hergestellt.

Schneller und länger

Wie TechXplore berichtet, wirkt sich die integrierte Temperaturregelung positiv auf die Schnelligkeit von Ladevorgängen und auf die Langlebigkeit des Akkus aus. Bei null Grad Celsius Umgebungstemperatur hielt der Akku (der sich vor dem eigentlichen Laden aufheizt) 4500 Ladezyklen durch, bis die ursprüngliche Kapazität um 20 Prozent gesunken war. Bei herkömmlichen Akkus (die sich nicht aufheizen) sind lediglich 50 Ladezyklen notwendig, um die Kapazität um 20 Prozent zu reduzieren.

Kleinere Akkus

"Diese Technik wird es Autoherstellern erlauben, kleinere Akkus zu verwenden, die leichter und auch sicherer in einem E-Auto sind", zeigt sich Forschungsleiter Chao-Yang Wang über die Ergebnisse begeistert. Die Studie der Penn State University wird in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht.