Ein kleines Schiff, das mit dem neuen Verfahren aus Lausanne 3D-gedruckt wurde

© EPFL/Alain Herzog

Science
02/13/2020

Neues 3D-Druck-Verfahren kreiert Objekte sekundenschnell

Statt schichtweiser Erzeugung setzen Forscher Licht ein, um harte oder weiche Objekte aus einem Stück zu formen.

An der Ecole Polytechnique Federale de Lausanne (EPFL) in der Schweiz wurde ein neues Verfahren entwickelt, dass den 3D-Druck revolutionieren könnte. Anstatt Objekte durch das Auftragen mehrerer Schichten zu formen, werden Objekte dabei sofort als Ganzes kreiert - was außerdem nur wenige Sekunden dauert.

Gewebe drucken

Ausgangsmaterial für die neue Technik ist ein photosensitives Gel, das aus mehreren Winkeln mit Laser bestrahlt wird. Das Licht wird eingesetzt, um bestimmte Teile in dem Harz aushärten zu lassen. Die Intensität der Lichtstrahlen kann dabei fein variiert werden, sodass das Objekt unterschiedliche Härtegrade aufweisen kann. Das macht das Verfahren ideal für den Einsatz in der Medizin und Biologie - etwa um Gewebe, Organe oder Ersatzteile für Blutgefäße herzustellen.

Firma gegründet

Die Forscher haben offenbar bereits den Plan, ihre Entdeckung zu kommerzialisieren. Parallel zur Veröffentlichung eines Forschungsberichts im Fachjournal Nature Communications wurde das universitäre Spin-Off-Unternehmen Readily3D gegründet. Dessen CEO Damien Loterie, ist vom Potenzial der eigenen Erfindung überzeugt: "Konventionalle 3D-Druck-Techniken, bekannt als additive Fertigung, bauen Teile Schicht für Schicht auf. Das Problem ist, dass weiche Objekte, die so konstruiert werden, schnell auseinanderfallen.

Nächste Generation

Momentan kann man mit der Technik der EPFL-Forscher - derzeit noch relativ sperrig "hochauflösende tomografisch-volumetrische additive Fertigung" genannt - Objekte von zwei Zentimeter Durchmesser, mit einer Präzision von 80 Mikrometer, herstellen. Die Forscher arbeiten aber bereits an der nächsten Generation ihres 3D-Druckers, der Objekte mit einem Durchmesser von 15 Zentimeter erzeugen kann.

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