Science
04.10.2018

Neues NASA-Statement: Spekulation um ISS-Leck geht weiter

Das kleine Loch, das in einer russischen Soyuz-Raumfähre an der ISS gefunden wurde, ist nach wie vor ein Rätsel.

Nachdem der Chef der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos diese Woche erklärt hat, dass das Mini-Leck mit Sicherheit nicht durch einen Produktionsfehler entstanden sei, hat die NASA mit einem Statement reagiert, wie Ars Technica berichtet. Darin heißt es: "Dieser Schluss bedeutet nicht notwendigerweise, dass das Loch absichtlich oder mit böswilliger Intention gemacht wurde."

Die Untersuchungen der NASA und von Roscosmos dauern weiter an. Die russische Analyse soll erst im November abgeschlossen werden. Das Leck werde die Produktion zukünftiger Soyus-Kapseln aber nicht beeinflussen, sagt die NASA. Die derzeit glaubwürdigste Theorie zur Entstehung des Lochs ist nach wie vor, dass es unabsichtlich bei der Produktion oder beim Zusammenbau in Kasachstan gebohrt wurde.

Unstimmigkeiten

Dann könnte ein Techniker das Loch mit Kleber gefüllt haben. So hätte das betroffene Teil auch den Vakuum-Test bestanden. Der Kleber könnte dann nach einigen Monaten den Dienst versagt haben. Laut russischer Definition würde dieses Szenario wohl nicht unter die Kategorie " Produktionsfehler" fallen.

Die Diskussion um das Leck belastet die Beziehungen zwischen der NASA und Roscosmos. Zwischenzeitlich tauchte nämlich auch die Verschwörungstheorie auf, das Loch sei absichtlich von NASA-Astronauten gebohrt worden. Vor diesem Hintergrund war auch die Aussage des Roscosmos-Chefs vor Abschluss der Untersuchung nicht hilfreich, weshalb die NASA schnell mit einer Aussendung reagiert hat.