Science
16.08.2016

Österreichische Maker dürfen zur Weltausstellung fahren

Wirtschaftskammer und das Wissenschaftsministerium suchen nach "Best Practice"-Beispielen für erneuerbare Energien aus Österreich, die 2017 auf der Expo gezeigt werden.

Österreichische Unternehmen können im kommenden Jahr auf der Weltausstellung in Kasachstan ihre besten Ideen zum Thema „Future Energy“ präsentieren. Das gaben das Bundesministerium für Forschung und Wissenschaft und die Wirtschaftskammer Österreich bekannt, die zu einem „Energy-Best-Practice-Wettbewerb“ aufgerufen haben. Insgesamt werden bis zu fünf Millionen Besucher auf der Weltausstellung erwartet, die vom 10. Juni bis 10. September 2017 in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfinden soll.

Einreichungen über Maker-Wettbewerb

Die Projekte können unter anderem im Rahmen der klimaaktiv Maker Challenge eingereicht werden, für die noch bis zum 1. September Einreichungen akzeptiert werden. Dabei wird nach nachhaltigen Projekten gesucht, die jeder einfach selbst nachbauen kann. Als Hauptpreis winken ein 3D-Drucker von RepRap Austria im Gesamtwert von 800 Euro, für Platz zwei gibt es immerhin noch eine Jahresmitgliedschaft für das Happylab im Wert von 348 Euro. Platz drei bis fünf erhalten zudem einen neuen Raspberry Pi 3.

Ist das Projekt gut genug, könnte auch eine Reise nach Kasachstan zur Weltausstellung winken, auf der es dann im Österreich-Pavillon als „Best Practice“ ausgestellt wird. Eine Teilnahmegarantie gibt es jedoch auch für den Sieger nicht, wie die Energieagentur betont. Das entscheide letztendlich eine internationale Jury, die auch über Bewerbungen heimischer Unternehmen entscheidet.

Wahrzeichen aus Österreich

Die Weltausstellung in Kasachstan wird sich dem Thema nachhaltige Energien widmen. Das Wahrzeichen der Weltausstellung soll die „Sphäre“, eine 100 Meter hohe und mit Solarelementen verkleidete Kugel sein. Die Solarpanels sollen die Energie für die Beleuchtung des Kasachstan-Pavillons, der sich im Inneren der Kugel befindet, liefern. Die insgesamt 380 Solarelemente stammen von der niederösterreichischen Ertex Solar und sollen insgesamt 40 Kilowatt Leistung erbringen.

Obwohl Kasachstan insbesondere auf seine Öl-Exporte angewiesen ist - der Staat ist unter anderem der wichtigste Öllieferant Österreichs - will man künftig selbst stärker auf erneuerbare Energien setzen. Bis 2050 sollen 50 Prozent der heimischen Stromproduktion durch erneuerbare Energien abgedeckt sein. Allein in den kommenden vier Jahren sollen rund 100 neue Windkraft-, Solar- und Photovoltaik-Kraftwerke gebaut werden.