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Veranstaltung Make it Green: Wenn Maker die Welt besser machen.

Eines der erfolgreichsten Beispiele für nachhaltige Maker: Die Organisation Wikihouse <a href="http://futurezone.at/digital-life/wikihouse-open-source-haeuser-fuer-alle/192.893.246">entwickelt Open-Source-Baupläne für günstige Häuser</a>, einige Ableger wurden bereits gebaut
Eines der erfolgreichsten Beispiele für nachhaltige Maker: Die Organisation Wikihouse entwickelt Open-Source-Baupläne für günstige Häuser, einige Ableger wurden bereits gebaut - Foto: Wikihouse Foundattion CC BY
Upcycling, selbstgebastelte Solarsteckdosen und Co.: Mehrere österreichische Bastler wollen mit ihren Projekten für Nachhaltigkeit sorgen und den Nachwuchs inspirieren.

Bereits vor zwei Wochen stellte die erste Maker Faire in Wien eindrucksvoll unter Beweis, dass die Maker-Bewegung auch in Österreich angekommen ist. Neben viel Unterhaltung, beispielsweise durch Workshops und eine Roboter-Band, waren dort vor allem zahlreiche nachhaltige Projekte zu sehen, mit denen die Maker die Welt ein bisschen besser machen wollen. Dieser Thematik widmet sich am Freitag auch die kostenlose Vortragsreihe "Make it Vienna!".

Im Zeichen der Veranstaltung am Freitag steht vor allem das Thema Nachhaltigkeit. So wird unter anderem das Projekt "Harvest Map" (ab 14:20 Uhr) vorgestellt. Dabei soll eine Online-Plattform geschaffen werden, auf der Maker verschiedene Materialien handeln können. So soll aus dem Abfallprodukt des einen Makers eine mögliche Basis für ein neues Projekt werden. Dabei geht es vor allem um Großprojekte, beispielsweise dem Bau eines Gebäudes, bei dem oftmals große Mengen an Materialien übrig bleiben.  Im Vorjahr wurden auf diesem Weg unter anderem Betonblöcke des Kunstprojekts "Milliardenstadt" verkauft, die nun zu Sitzbänken, Vasen und Sandkästen umfunktioniert werden.

Direkt im Anschluss an die Präsentation von "Harvest Map" folgt ein Vortrag des Makers Roland Tappeiner, der eine Solarsteckdose im Selbstbau entwickelt hat. Diese soll ausreichend Energie für Beleuchtung und kleinere elektrische Geräte liefern. Im Rahmen des Vortrages erklärt er, wie man diese mit etwas Geschick und Materialien für rund 240 Euro selbst zuhause basteln kann. Eine Bauanleitung findet sich auch online.

Erfolg mit Upcycling

Ein gutes Beispiel für Upcycling im Alltag liefert Alexander Kamenski (Vortrag ab 15:50 Uhr), der sich mit seinem Unternehmen "Twenty Foot Standard" auf Möbel aus Alltagsgegenständen spezialisiert hat. So werden aus Alltags- und Gebrauchsgegenständen plötzlich Möbel und Wohnaccessoires. In seinem Vortrag geht er näher auf seine Methoden sowie seinen Bezug zum Thema Nachhaltigkeit ein.

Doris Jahn beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema Upcycling (ab 17:40 Uhr) und hat mit dem Label "re use design" einen Weg gefunden, nicht mehr benötigte Materialien in modische Kleidung, Accessoires und Lampen zu verwandeln. Zu ihren bevorzugten Materialien zählen Fahrradschläuche und alte Textilien. Zum Abschluss des Veranstaltungstages hält Jahn auch einen Workshop (ab 17:40 Uhr) ab, bei dem sie erklärt, wie man Upcycling selbst anwenden kann.

Mit grünen Ideen gewinnen

Wer sich weiter mit dem Thema Nachhaltigkeit und Maker beschäftigen möchte, bekommt im Rahmen der klimaaktiv Maker Challenge Gelegenheit dazu. Im Zuge dieses Wettbewerbs sind Maker dazu aufgerufen, nachhaltige Projekte zu entwickeln, die jeder selbst nachbasteln kann. Als Hauptpreis winkt ein 3D-Drucker von RepRap Austria im Gesamtwert von 800 Euro. Als zweiter Preis wird eine Jahresmitgliedschaft für das Happylab im Wert von 348 Euro vergeben. Platz drei bis fünf erhalten zudem einen neuen Raspberry Pi 3.

DIe Vorgabe: Es müssen Projekte eingereicht werden, die sich mit den Themen Energie, Nachhaltigkeit, Re- und Upcycling, nachhaltiger Mobilität oder Klimaschutz beschäftigen. Der Kreativität der Maker sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt, sei es nun Recycling-Hochbeet, Licht-Ausschalt-Roboter oder Solar-Fahrrad. Wichtig ist dabei nur, dass der Bau des Projekts Schritt für Schritt dokumentiert ist, sodass dieses auch nachgebaut werden kann.

Die Bauanleitungen müssen als sogenanntes "Instructable" - als Vorbild dient die gleichnamige Bastelplattform - an [email protected] geschickt werden und werden im Anschluss des Wettbewerbs unter der Creative-Commons-Lizenz (CC BY-SA) veröffentlicht. Als Dateiformate werden PDF- und DOC-Dateien akzeptiert, eine Vorlage sowie die Teilnahmebedingungen finden sich auf der Webseite. Der Einsendeschluss ist der 1. September, die Verleihung der Preise erfolgt etwas später im Herbst.

(futurezone) Erstellt am 28.04.2016, 06:00

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