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Science
01/26/2020

Reparatur an Raumstation ISS geglückt: Nun droht ein neues Problem

Seit Mitte November versuchten die Astronauten ein Kühlsystem außerhalb der ISS zu reparieren. Jetzt gibt es ein neues Problem.

"Wir haben es geschafft. Wir haben es gemeinsam geschafft." Mit diesen Zeilen wandte sich der US-Astronaut Andrew Morgan über Twitter an das Erdenpublikum, aber auch die gesamte ISS-Crew. Damit sollten die überaus anspruchsvollen Reparaturarbeiten an einem Kühlsystem außerhalb der Internationalen Raumstation ISS endlich abgeschlossen sein. Schon im November gab es dazu einen Außeneinsatz, in diesem Jahr war es bereits der dritte Weltraum"spaziergang", wie die NASA auf Twitter bekanntgab.

Schwierige Reparatur

Der italienische Raumfahrer Luca Parmitano und der US-Amerikaner Andrew Morgan hatten dabei das Magnetspektrometer AMS an der ISS repariert, das eine neue Kühlung brauchte. Der letzte Einsatz dauerte sechs Stunden und 16 Minuten. Live-Bilder der Nasa hatten gezeigt, wie die beiden Raumfahrer die Station verließen und in der Schwerelosigkeit an dem Gerät arbeiteten. Sie wollten auch testen, ob die neue Kühlung funktioniert.

Die Reparatur galt als die anspruchsvollste in der Geschichte der Raumstation rund 400 Kilometer über der Erde. Bei dem Gerät handelt es sich um eine Art große Kamera, die Teilchen kosmischer Strahlung erkennen. Es wurde 2011 installiert - zuletzt versagte aber die Kühlung. Ohne Reparatur hätte das Gerät in absehbarer Zeit abgeschaltet werden müssen.

Rost als nächstes Problem

Unterdessen warnten russische Wissenschaftler vor der Gefahr von Rost an der Raumstation. Im russischen Segment seien 131 Stellen gefunden worden, die dafür anfällig seien, zitierte die Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Sonntag aus einer Studie der Russischen Akademie der Wissenschaften, die in der Fachzeitschrift „Aerospace Medicine and Human Performance“ veröffentlicht wurde. Zwei dieser Stellen befinden sich demnach auf der Bordtoilette. Nach Angaben der Experten werden neue Geräte entwickelt, um Rost frühzeitig zu entdecken.