Science
04.04.2014

Samsung gelingt Durchbruch bei Graphen-Herstellung

Ein neues Verfahren ermöglicht die Massen-Herstellung von Graphen. Das "Wundermaterial" könnte die Herstellung flexibler Smartphones und Wearables ermöglichen.

Graphen gilt als einer der hoffnungsvollsten Materialien der Technologie-Branche, vor allem dank seiner hohen Leitfähigkeit. Forschern des Samsung Advanced Institute of Technology ist, gemeinsam mit der südkoreanischen Sunkyunkwan Universität, nun ein Durchbruch bei der Massen-Fertigung von Graphen gelungen. Bislang war die Fertigung nur mit sehr viel Aufwand und in geringer Menge möglich. Das neu entwickelte Verfahren ermöglicht die Herstellung von monokristallinem Graphen in großer Menge. Laut Samsung kann mit dem Synthese-Verfahren ein vollständiger Halbleiter-Wafer mit Graphen bedeckt werden. Die Forschungsergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Silizium-Nachfolger

"Das ist einer der größten Durchbrüche in der Graphen-Forschung", so einer der beteiligten Forscher. Demnach soll diese Entdeckung die Kommerzialisierung von Graphen deutlich beschleunigen. Das Wall Street Journal mutmaßt, dass Samsung dank dem Verfahren schon bald Smartphones und Wearables bauen könnte, die flexibel und dünner als aktuelle Modelle sind. Graphen soll dabei Silizium ablösen, da es über eine bis zu 100 Mal so hohe Elektronenmobilität und somit höhere Leitfähigkeit verfügt. Samsung selbst spricht davon, dass es das perfekte Material für flexible Displays, Wearables und andere Next-Generation-Geräte sei.