Science
24.08.2015

Sieben Jahre Verspätung bei russischem Weltraumbahnhof

Der erste bemannte Start vom neuen russischen Weltraumbahnhof Wostotschny verschiebt sich Berichten zufolge aus technischen Gründen um sieben Jahre auf voraussichtlich 2025.

Ursprünglich sollten die ersten Raumfahrer 2018 von dem hochmodernen Kosmodrom nahe der chinesischen Grenze ins All fliegen. Zuletzt war bereits eine Verzögerung bis 2020 im Gespräch. Grund für die Verschiebung sei, dass neue Technik ausgiebig getestet werden müsse, berichtete die Zeitung „Iswestija“ am Montag. Von 2021 an werde es mehrere Teststarts geben, zitierte das Blatt Igor Burjenkow von der Weltraumbehörde Roskosmos.

„Bis 2025 wollen wir das Niveau für bemannte Flüge erreichen“, sagte er. Demnach soll es in Wostotschny keine Startrampen für bemannte Sojus-Raketen mehr geben. Stattdessen seien Flüge mit dem neuen Raketentyp Angara-A5W geplant.

Viele Probleme

Seit 2010 baut Russland an dem Kosmodrom rund 8000 Kilometer östlich von Moskau. Es soll Ende des Jahres in Betrieb genommen werden. Zuletzt hatte es auch immer wieder Berichte über Probleme bei den Gehaltszahlungen für die Bauarbeiter gegeben. Mit Wostotschny will sich die stolze Raumfahrtnation auch unabhängig machen vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan, den sie für 115 Millionen US-Dollar (rund 101 Mio. Euro) im Jahr pachtet.