Science
29.10.2018

So werden künftige chinesische Raumstationen aussehen

China gewährt erstmals Einblick in sein Programm zur Entwicklung einer eigenen Raumstation.

Nachdem die USA China eine Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS nicht gestattet haben, hat das Reich der Mitte beschlossen, eine eigene Raumstation zu bauen. Mit Tiangong 1 und 2 hat China auch schon bewiesen, dass es einzelne Module in die Umlaufbahn bringen kann. Chinesische Taikonauten haben bereits rund 50 Tage an Bord dieser Stationen verbracht. Tiangong 1 ist aber nicht mehr im All und auch Tiangong 2 soll im kommenden Jahr kontrolliert auf die Erde stürzen.

Wie künftige, größere chinesische Raumstationen aussehen werden, war bislang ein Geheimnis. Jetzt hat die chinesische Raumfahrtagentur aber bekanntgegeben, dass ein Modell des zentralen Moduls der geplanten Raumstation auf Chinas größter Luft- und Raumfahrtmesse präsentiert werden soll, berichtet Quartz. Diese beginnt am 6. November in der südchinesischen Stadt Zhuhai. Das echte Modul, das Tianhe-1 (zu Deutsch "Harmonie der Himmel") genannt wird, wurde bereits in der ersten Jahreshälfte 2017 fertiggestellt.

Das Programm unterliegt allerdings einer hohen Geheimhaltungsstufe, weshalb bislang kaum Details bekannt geworden sind. China plant, Tianhe-1 im Jahr 2020 in eine Umlaufbahn zu befördern. Die Raumstation soll ihren Betrieb zwei Jahre später aufnehmen. Tianhe-1 ist rund 17 Meter lang und bietet Platz für bis zu sechs Personen. Das Gewicht liegt bei 20 Tonnen und entspricht einem Drittel der gesamten geplanten Raumstation. Diese ist bedeutend kleiner als die ISS, die ungefähr sechs Mal so viel wiegt.