Zur mobilen Ansicht wechseln »

Kraftwerk Solar Roadways will Straßen mit Solarpanelen pflastern.

Solarpanele statt Asphalt
Solarpanele statt Asphalt - Foto: Solar Roadways / Sam Cornett
Geht es nach Solar Roadways, soll Fahrbahnbelag künftig nicht mehr aus Asphalt sondern aus Solarpanelen sein. Die Vorteile liegen auf der Hand, die Hürden aber auch.

Bereits 2010 sorgte Solar Roadways bei einem TEDx-Talk mit ihrer Idee, Straßen als Kraftwerke zu nutzen, für Aufsehen. Nun haben sie bei der Crowdfunding-Plattform Indiegogo in weniger als einem Monat über eine Million US-Dollar gesammelt.

Die Idee ist so vielversprechend wie unrealistisch: Auf sämtlichen Straßen in den USA sollen Asphalt und Beton durch Solarpanele ausgetauscht werden. Um zu zeigen wie leistungs- und widerstandsfähig die Panele sind, hat das Ehepaar Brusaws, das hinter Solar Roadways steckt, bereits einen Prototypen produziert, der nun in Serienfertigung übergehen soll.

Vorteile auf allen Ebenen

Die Solarpanele haben LEDs eingebaut, die individuell steuerbar sind. Auf diese Weise würden Bodenmarkierungen nicht nur wesentlich besser sichtbar werden, sondern könnten auch an die aktuelle Verkehrssituation angepasst werden. Außerdem sind die Panele beheizbar und würden so im Winter Schneepflug und Streudienst überflüssig machen. Überdies könnte der Strom aus den Panelen dazu verwendet werden, Elektroautos direkt am Straßenrand aufzuladen. Lastwägen mit einem Gewicht von über hundert Tonnen würden den Panelen genauso wenig zusetzen wie die Dauerbelastung, versprechen die Brusaws.

Herausforderungen

Auch wenn die Idee verheißungsvoll klingt, ist deren Umsetzung wohl äußerst fraglich. Einerseits sind die Kosten für nicht ausreichend getestete Technologie kaum abschätzbar, wie The Verge schreibt. Demnach beträgt die Fläche der US-Straßen rund 75.000 Quadratkilometer, für deren Bestückung man an die 5,6 Milliarden Panele benötigte. In Summe würde das ungefähr 56 Billionen US-Dollar kosten.

Außerdem würde noch eine Reihe an Herausforderungen dazukommen, wie etwa die Verschmutzung. Auch wenn den Panelen eine Dauerbelastung nichts anhaben kann, wären sie nach einiger Zeit derart verschmutzt, dass sie kaum noch in der Lage wären, Strom zu erzeugen. Zusätzlich stellt sich die Frage, wie leistungsfähig die Panele etwa auf Parkflächen oder stark befahrenen Straßen sind. Denn wenn der Großteil des Parkplatzes mit Autos verstellt ist, bleibt nicht mehr viel Fläche, die die Sonnenenergie aufnehmen kann.

(futurezone) Erstellt am 27.05.2014, 14:24

Kommentare ()

Einen neuen Kommentar hinzufügen

( Abmelden )

Dein Kommentar

Antworten folgen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?
    Bitte Javascript aktivieren!