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Social Media Studie: Facebooken zu Weihnachten macht unglücklich.

Facebook treibt die Verbreitung von Videos auf seiner Plattform voran
Facebook treibt die Verbreitung von Videos auf seiner Plattform voran - Foto: rts
Wer Facebook besonders intensiv nutzt oder lediglich bei Freunden mitliest, kann davon unglücklich werden. Das stellten Forscher der Universität Kopenhagen fest.

Zu Weihnachten herrscht auch auf Social Media Hochbetrieb. Jeder teilt seine Glückwünsche und berichtet, wie er Weihnachten verbringt. Doch ebendieses Verhalten kann dafür sorgen, dass man Neid und Unglück empfindet, wie eine Studie der Universität Kopenhagen belegt. Die Forscher haben 1095 Personen, der Großteil (rund 86 Prozent) davon Frauen, zu ihrem Social-Media-Verhalten befragt. Dabei kamen sie zum Schluss, dass "die regelmäßige Verwendung von Sozialen Netzwerkdiensten wie Facebook negative Auswirkungen auf das emotionale Wohlbefinden und Zufriedenheit mit dem Leben haben kann". 

"Lurking" ist gefährlich

Davon seien insbesondere Nutzer betroffen, die Dienste wie Facebook vorrangig passiv nutzen, also selbst wenig posten und kaum mit anderen Nutzern interagieren, aber deren Beiträge lesen. Diese als "Mitleser" (auf Englisch oftmals als "Lurking" bezeichnet) bekannten Nutzer seien besonders anfällig dafür, sich von "unrealistischen sozialen Vergleichen" negativ beeinflussen zu lassen.

Die Befragten wurden im Zuge der Studie zufällig zwei Gruppen zugewiesen. Während die eine Gruppe Facebook normal weiterverwendete, verzichtete die andere Gruppe eine Woche lang auf den Dienst. Die Auswirkungen der Social-Media-Pause waren eindeutig: Die Laune der Befragten sowie deren Zufriedenheit mit ihrem Leben besserte sich deutlich. Davon profitierten vor allem die "Mitleser" und jene, die Facebook häufig verwenden. Bei Gelegenheitsnutzern ließ sich kaum Veränderung feststellen.

Pause lohnt sich

"Um deutlich zu werden: Wenn man häufig Facebook nutzt, sollte man die Nutzung reduzieren um das eigene Wohlbefinden zu steigern", so Morten Tromholt, einer der Autoren der Studie. "Und wenn jemand Neidgefühle verspürt, wenn man auf Facebook unterwegs ist, dann sollte man jene Bereiche oder Freunde meiden, die diese Gefühle auslösen. Sollte jemand Facebook vorwiegend passiv nutzen, sollte man ebenfalls dieses Verhalten reduzieren."

Obwohl die Studienautoren zu längeren Facebook-Pausen raten, hebt Brenda Wiederhold, Chefredakteurin der Fachzeitschrift "Cyberpsychology, Behavior and Social Networking", hervor, dass Facebook auch positive Effekte haben kann. "Um es positiv zu betrachten, frühere Studien haben gezeigt, dass aktiver Austausch mit Freunden, sei es nun im wirklichen Leben oder auf Facebook, das Wohlbefinden steigern kann."

(futurezone) Erstellt am 22.12.2016, 18:44

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