Einer der 4 Landefüße des neuen Falcon-9-Boosters stürzte bei der Montage zu Boden

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Science
07/09/2020

Tonnenschwerer Landefuß löst sich von Falcon-9-Rakete

Als der neue Booster der Rakete für den Transport vorbereitet wurde, krachte das Bauteil versehentlich zu Boden.

Der neue Falcon-9-Booster B1060 war nach seinem Launch-Debüt am 30. Juni eigentlich wieder sicher gelandet. Als er am 7. Juli im Raumhafen in Cape Canaveral für den Transport vorbereitet wurde, verlief aber nicht alles nach Plan: Einer der riesigen, etwa 1.000 Kilogramm schweren, Landefüße des Boosters löste sich versehentlich und krachte wieder zurück auf den Boden.

Ein Beobachter hat die Szene in einem Video festgehalten und auf YouTube veröffentlicht. Ab Minute 4:20 sieht man, wie der Fuß am Booster befestigt werden soll. Ein Mitarbeiter, der die Montage aus dem Kranwagen steuert, dreht sich schnell weg, als der Fuß plötzlich zu Boden geht. Der User, der das Video hochgeladen hat, geht davon aus, dass das Seil gerissen ist, dass den Booster nach oben gezogen hat.

Dem Missgeschick könnte entweder ein Fehler bei Soft- oder Hardware zugrunde liegen, oder man hat vergessen, die Spannung am Gewinde zu lösen, weshalb der Fuß einfach wieder rückwärts auf den Asphalt krachte. Zu Schaden kam glücklicherweise niemand.

Booster weiter im Einsatz

SpaceX ist auf solche Fehler vorbereitet. Auch wenn der Aufprall hart wirkt, wurde bereits 2018 getestet, wie viel Schaden der Landefuß in so einem Fall nimmt. Zwar schlug B1060 doch ein wenig härter auf als im Test, aber die Konstruktion ist auch darauf ausgelegt, extremen Bedingungen standzuhalten. Dementsprechend sollen inzwischen alle 4 Landefüße korrekt befestigt worden sein, wie Teslarati berichtet.

Starlink-Mission

Der Booster hatte zuvor erfolgreich den GPS III SV03 Navigationssatelliten für die US Space Force in den Orbit gebracht und war anschließend wieder auf der autonomen schwimmenden Landeplattform „Just Read The Instructions“ (JRTI) vor der Ostküste gelandet.

B1060 wird nun im SpaceX-Hangar in Cape Canaveral auf den nächsten Launch vorbereitet. Eigentlich hätte er bereits für eine Starlink-Mission am 8. Juli zum Einsatz kommen sollen. Aufgrund des schlechten Wetters wurde der Start aber auf Samstag, 11. Juli, verschoben. Dann sollen weitere 57 Starlink-Satelliten ins All gebracht werden.