© Lockheed Martin / NASA

Science
06/24/2019

Überschall-Jet der NASA hat keine Frontscheibe

Anstatt einer Frontscheibe müssen sich die Piloten mit einem 4K-Monitor orientieren.

Die NASA will herausfinden, wie sich das Phänomen des Überschallknalls durch spezielle Aerodynamik umgehen lässt. Dafür entwickelt die US-Raumfahrtbehörde gemeinsam mit dem Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed Martin das Flugzeug X-59 mit einer neuartigen Bauweise.

"Das lange, schlanke Design des Flugzeugs ist der Schlüssel zu einem leisen Überschallknall", sagt Peter Iosifidis, der bei Lockeed Martin am so genannten Low Boom Flight Demonstrator arbeitet. Und genau diese Bauform bringt die Ingenieure dazu, zu unüblichen Mitteln greifen zu lassen.

4K-Monitor statt Frontscheibe

Der Pilot sitzt einige Meter hinter der Spitze des Flugzeugs. Daher haben sich die Entwickler dazu entschieden, statt einer Frontscheibe im Cockpit einen 4K-Monitor einzubauen. Mithilfe nach vorne gerichteter Kameras zeigt der Bildschirm dem Piloten was vor dem Flugzeug passiert.

Die NASA nennt das System eXternal Visibility System (XVS). Zwei Kameras zeigen dem Piloten das Geschehen vor der Flugzeugnase. Kombiniert wird die Anzeige mit Terrain-Daten. Der Glasbogen über dem Cockpit sei aber dennoch notwendig, damit der Pilot den Horizont erkennt und sich orientieren kann, schreibt die NASA in einer Aussendung.