Science
03.08.2018

US-Armee will Satellitenverbindung mit Lasern schneller machen

Die US-Armee hat in Zusammenarbeit mit der NASA eine laserbasierte Satellitenverbindung mit 100 Mbit pro Sekunde getestet.

Satelliteninternet ist praktisch, weil Verbindungen praktisch überall auf der Welt ohne fixe terrestrische Infrastruktur aufgebaut werden können. Das ist auch für Streitkräfte sehr attraktiv. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die US-Armee an schnelleren und kostengünstigen Satellitenverbindungen arbeitet. Beim Test mit der NASA kam ein sogenannter Cubesat, das ist ein Minisatellit, der für relativ wenig Geld ins All geschossen werden kann, zum Einsatz, wie breakingdefense berichtet.

Durch die Verwendung von Licht statt Funk als Signalträger konnte eine Bandbreite von 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Das ist etwa 50 Mal schneller als bei Satelliten, die Funksignale verwenden. Die Entwickler gehen davon aus, dass sich die Bandbreite mit relativ einfach zu implementierenden Änderungen auf 2,5 Gigabit pro Sekunde steigern lassen sollte. Das könnte es in Zukunft ermöglichen, Cubesats auch für datenintensive Aufgaben, wie Erdbeobachtungen in weiten Bereichen des Spektrums, zu verwenden.

Auch als Knotenpunkte zur Weitergabe von Daten anderer Satelliten könnten die Cubesats eingesetzt werden. Die verwendeten Minisatelliten sind einfach aufgebaut und benötigen keine schwenkbaren Spiegel für ihre Laser. Stattdessen wird der ganze Satellit geschwenkt, um den Strahl zu lenken.