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© EPA / MAHMOUD KHALED

Science
06/23/2020

Warnung vor giftigen Hand-Desinfektionsmitteln

Wer Desinfektionsmittel für die Hände kauft, sollte einen Blick auf die Zusammensetzung werfen.

Die US-Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der FDA (Food and Drug Administration) warnt vor einer Reihe an Hand-Desinfektionsmitteln. Die Produkte der Firma Eskbiochem mit Sitz in Mexiko würden demnach den giftigen Bestandteil Methanol enthalten, der für kurz- und längerfristige gesundheitliche Probleme sorgen kann. Das gibt die FDA auf ihrer Webseite an.

Das Methanol wurde im Zuge von chemischen Analysen der Produkte entdeckt. Unter insgesamt 7 Produktnamen werden die Desinfektionsmittel der Firma demnach in den USA verkauft. “Methanol ist kein akzeptabler Bestandteil für Hand-Desinfektionsmittel und sollte wegen seiner toxischen Wirkung nicht verwendet werden”, so die Behörde. 

Methanol kann auch über die Atemwege oder über die Haut aufgenommen werden und bei Menschen unter anderem Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Erbrechen auslösen. 

Vorlauf

Durch die verstärkte Nachfrage nach Hand-Desinfektionsmitteln im Zuge der Pandemie, haben auch in Österreich viele Brennereibetriebe auf die Herstellung von Desinfektionsmittel umgesattelt. 

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (kurz AUVA) warnt auch in diesem Zusammenhang vor dem akut giftigen Methanol, das am Beginn der Destillation - dem sogenannten Vorlauf - entstehen kann. Neben den giftigen Eigenschaften von Methanol ist außerdem durch die undefinierte Zusammensetzung von Vorlauf auch die Wirksamkeit zur Inaktivierung des neuartigen Coronavirus nicht gesichert.

"Verwenden Sie keine Händedesinfektionsmittel, die aus Vorlauf hergestellt wurden", so die AUVA.

Sichere Händedesinfektion

Im Handel erhältliche Desinfektionsmittel für die Hände bestehen in der Regel überwiegend aus Alkohol. Zum Einsatz kommen Ethanol, Propanol (1-Propanol) und Isopropanol (2-Propanol). Die Präsidentin der Apothekerkammer Salzburg, Kornelia Seiwald, rät gegenüber der APA zu einem Mittel mit mindestens 80 Prozent Alkohol. „Produkte mit 63 oder 75 Prozent Alkohol sind nicht ausreichend“, erklärte die Apothekerin.

Die AUVA empfiehlt wenn möglich, Mittel ohne Zusätze wie Farb- oder Duftstoffe sowie Konservierungsstoffe zu kaufen, da jene zu Unverträglichkeiten und Allergien führen können. Lediglich rückfettende Zusätze wie etwa Glycerin oder Dexpanthenol seien aus medizinischer Sicht positiv zu bewerten. Die empfohlene Rezeptur der WHO für ein Hand-Desinfektionsmittel besteht aus Alkohol, Glycerin, Wasserstoffperoxid und Wasser.

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