Blitz über Bad Mergentheim

(Symbolbild)

© APA/dpa/Jürgen Veits / Jürgen Veits

Science
04/23/2020

Warum Blitze Pilze wachsen lassen

Es ist ein bekanntes Phänomen: Da, wo Blitze einschlagen, wachsen mehr Pilze. Forscher wissen nun, warum.

Wissenschaftler des japanischen Nippon Institute of Technology sind unlängst der Frage nachgegangen, warum an jenen Plätzen, wo Blitze einschlagen, mehr Pilze wachsen. Um diesen Effekt zu überprüfen, haben Forscher Hiroyuki Shimizu und sein Team einen Test mit Hochspannung durchgeführt. Laut der Studie begünstigen auch künstliche Blitze das Wachstum von Shiitake-Pilzen.

Für die Untersuchung haben die Wissenschaftler mit Pilzen durchwachsene Holzblöcke mit Hochspannungsentladungen bearbeitet. Waren die Blöcke nur drei Meter von dem Blitzgenerator entfernt, wuchsen etwa doppelt so viele Shiitake-Pilze als auf jenen, die 12 Meter entfernt waren.

Stoßwelle wesentlich

Laut den Forschern sei aber nicht die Hochspannung für diese Folgeerscheinung verantwortlich, sondern die Stoßwelle der künstlich erzeugten Funkenentladung. Dadurch, dass durch die Schwingungen die Pilzfäden, auch Mycelien genannt, zerstört werden, wird gleichzeitig die Produktion mehrere Fruchtkörper, Biologen sprechen dabei von den tatsächlichen Fortpflanzungsorganen mehrzelliger Pilze, angeregt.

Frühere Studien haben belegt, dass auch Starkstrom, der direkt durch durchnässte Holzblöcke, die von Pilzen durchwurzelt waren, floss, auch das Wachstum verbesserte.

Traditionelle Zucht

Die traditionelle Shiitake-Zucht funktioniere laut Spektrum lediglich über einen mechanischen Schlag ohne Elektrizität. So werden die mit Mycelien durchwachsenen Holzblöcke normalerweise mit Stöcken geschlagen, damit die Produktion von Fruchtkörpern angeregt wird.

Durch den Einschlag von Blitzen sei die Ernte den Forschern zufolge aber größer als durch mechanische oder auf Schallwellen basierende Techniken. Sie vermuten, dass Stoßwellen intensiver seien.

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