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Science
04/20/2020

Wie Klimaanlagen das Coronavirus verbreiten könnten

Laut einer chinesischen Studie kann ein starker Luftzug große Tröpfchen verbreiten und damit die Ansteckungsgefahr erhöhen.

Die Luftzirkulation durch Klimaanlagen könnte dazu beigetragen haben, das Coronavirus weiter zu verbreiten. Forscher des Guangzhou Center for Disease Control and Prevention haben dazu 10 Personen aus 3 Familien untersucht, die an COVID-19 erkrankten. Vor der Infektion hatten alle drei Familien gleichzeitig im selben Restaurant in Guangzhou gegessen.

Eine Familie war zuvor aus Wuhan angereist, wo sich ein Familienmitglied bereits mit dem Coronavirus infiziert hatte. Allerdings hatte die Person noch keine Symptome gezeigt. Die beiden anderen Familien saßen an den Nachbartischen und hatten sich kurze Zeit später ebenfalls infiziert. Daher vermuten die Forscher, dass die Übertragung während dem Aufenthalt im Restaurant stattgefunden haben muss.

Starker Luftstrom

Die Wissenschaftler gehen von einer Tröpfcheninfektion aus. Normalerweise bleiben große Tröpfchen, die Viren tragen, aber nicht lange genug in der Luft, um weiter als einen Meter verbreitet zu werden. Durch den starken Luftzug der Klimaanlage, die in diesem Fall über einem der Tische platziert war, hätten sich jedoch auch große Tröpfchen im Raum verteilen können. So konnten sich Mitglieder der beiden Familien an den Nachbartischen anstecken und schließlich die Infektion innerhalb der Familie weiter verbreiten.

Die Studie, die im Fachjournal des Guangzhou Center for Disease Control and Prevention erschien, bezieht sich allerdings nur auf den einzelnen Fall. Die Forscher haben bisher keine weiteren Experimente durchgeführt, um ihre Theorie zu bestätigen. Trotzdem halten sie fest, dass der Ausbruch der Krankheit im Falle der untersuchten Familien durch die Klimaanlage ausgelöst wurde.

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