Zweibeiniger Google-Roboter putzt Treppen
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Alphabets X-Abteilung (früher Google X), in der die Roboterforschung des Google-Mutterkonzerns angesiedelt ist, hat in Japan einen noch unbenannten neuen Roboter präsentiert. Der von Entwicklern der aufgekauften Roboterfirma Schaft gebaute zweibeinige Roboter stakste beim New Economic Summit (NEST) auf die Bühne. Darüber hinaus wurde ein Video gezeigt, in dem der Roboter nicht nur perfekt Stiegen steigt, sondern diese auch mit einer Putzvorrichtung säubert.
Günstiger, energiesparsamer Roboter
Weitere Einstellungen zeigen den Roboter durch den Schnee stapfen, auf einem Stein-Strand die Balance bewahren und mit einer Eisenstange, die zwischen den Füßen liegt, zurecht kommen. Auch bergauf in erdigem Terrain macht der Roboter dem Video zufolge gute Figur. Schaft-Gründer Yuto Nakanishi zufolge kann der Roboter 60 Kilogramm Gewicht tragen. Ziel ist es einen günstigen, energiesparsamen Roboter zu erschaffen. Der Auftritt sei nicht als Produktpräsentation gedacht gewesen, sondern als Dokumentation, in welche Richtung es geht, teilte Schaft später mit.
Alphabets Roboterstrategie ist unklar. So hat der Google-Konzern in den vergangenen Jahren mehrere vielversprechende Roboterfirmen aufgekauft. Zuletzt wurde jedoch bekannt, dass sich Alphabet von der erst 2013 gekauften Boston Dynamics trennen möchte. Einem internen Memo zufolge wird bezweifelt, ob mit der Robotersparte Geld gemacht bzw. die teure Technologie massentauglich produziert werden kann.
Roboter selbst Google unheimlich
Bei Boston Dynamics kommt zudem hinzu, dass das Image der Firma nur schwer mit Google kompatibel ist. Zum einen werden die faszinierenden, aber auch furchteinflößende Roboter in erster Linie für den militärischen Einsatz entwickelt. Google will sich neben der Datenschutz-Debatte offenbar nicht auch noch eine über menschenähnliche Kriegsmaschinen bzw. einen Ersatz für billige Arbeitskräfte einhandeln. Ein im Februar 2016 veröffentlichtes Video des Roboter Atlas, der sich nach einem menschlichen Stoß wieder aufrichtet, rief bei einigen YouTube-Sehern Unbehagen hervor.
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