Start-ups 12.07.2017

Automatische Zahnbürste reinigt Zähne in nur 10 Sekunden

Die Amabrush soll das Zähneputzen in 10 Sekunden erledigen © Bild: Amabrush

Das österreichische Start-up Amabrush will mit einer Kickstarter-Kampagne die „weltweit erste, automatische Zahnbürste“ finanzieren.

Zahnputzmuffel und Menschen, die immer zu wenig Zeit für alles haben, dürfen sich freuen. Amabrush verspricht, die Zahnputzzeit von zwei Minuten auf 10 Sekunden zu senken.

Auf Kickstarter wird derzeit Geld für die „weltweit erste, automatische Zahnbürste“ gesammelt. Das Ziel von 50.000 Euro wurde bereits weit übertroffen: Über eine Million Euro haben die Unterstützer bereits dem österreichischen Start-up zur Verfügung gestellt.

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Schnuller für Erwachsene

Das Mundstück der Amabrush ist eine Art Form, die alle Zähne gleichzeitig umschließt. Das direkt angebrachte Handstück enthält den Motor und Akku, der die Lamellen des Mundstücks in Schwingungen versetzt. Ein Drücken auf das Handstück reicht, um die zehnsekündige Reinigungsphase zu starten.

Ein Bonus für Menschen, die es besonders eilig haben: Wie das Video auf der Kickstarter-Website zeigt, sind bei der Benutzung die Hände frei – etwa um sich in den 10 Sekunden zu schminken oder zu kämmen. Ein kleiner Nachteil: Optisch sieht Amabrush ein bißchen wie ein Schnuller für Erwachsene aus.

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Die Amabrush soll das Zähneputzen in 10 Sekunden erledigen © Bild: Amabrush

Der interne Akku hält für 28 Reinigungen – bei einem 14-tägigen Urlaub kann man also das Ladegerät zuhause lassen. Ähnlich wie bei einer Zahnbürste sollte das Mundstück alle drei Monate ersetzt werden. Ein Ersatz-Mundstück kostet 6 Euro. Das Handstück ist magnetisch mit dem Mundstück verbunden. Es ist also möglich mehrere Mundstücke für andere Familienmitglieder zu kaufen und diese mit nur einem Handstück zu betrieben.

Ein Nachteil ist die proprietäre Zahnpaste. Diese ist in Kapseln untergebracht, die in das Handstück eingelegt werden. So kommt zwar laut dem Start-up immer die richtige Menge Zahnpaste auf die Zähne, allerdings kostet eine Kapsel drei Euro. Eine Kapsel soll für mehr als einen Monat reichen.

Eine Amabrush bekommen Unterstützer ab einer Spende von 79 Euro. Die Auslieferung soll ab Dezember 2017 erfolgen.

Früher Prototyp

Marvin Musialek, der Gründer von Amabrush, entwickelte bereits 2015 einen ersten Prototyp. Zusammen mit Martin Forstenpointner (technische Entwicklung) und Alexander Stummer (biomedizinische Entwicklung) wurde das Projekt zum Leben erweckt. Der Zahnarzt Dr. Hady Haririan hat Amabrush beraten und so dabei geholfen, die derzeitige Form zu entwickeln.

Amabrush arbeitet derzeit mit mehreren Zahnärzten und Universitäten zusammen, sowie vielen Testkunden. Das Start-up wird unter anderem vom Austria Wirtschaftsservice (aws) gefördert, privaten Investoren und der Europäischen Kommission.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen futurezone und aws ( austria wirtschaftsservice).

( futurezone ) Erstellt am 12.07.2017