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20.11.2014

Crowdinvesting für österreichische Solarstrom-Projekte

Interessenten können ab sofort über die Crowdinvesting-Plattform Conda in zwei österreichische Photovoltaikprojekte investieren.

Auf der österreichischen Crowdinvesting-Plattform Conda können Investoren ab sofort in zwei Projekte, die nachhaltige Energie erzeugen wollen, investieren. Das Unternehmen Clean Capital sucht auf Conda Geldgeber für den Bau eines Photovoltaik-Kraftwerks in der Steiermark und die Firma Crystalsol sammelt Kapital für die Produktion flexibler Photovoltaikfolien, die sehr vielseitig einsetzbar sein sollen. Die Investoren werden nicht mit Spielzeugen abgespeist, sondern erhalten für ihren Einsatz eine Rendite.

„Wir freuen uns, dass wir mit der Photovoltaik-Anlage von Clean Capital und dem High-Tech Unternehmen crystalsol zwei Projekte aus dem Bereich Solarenergie für Crowdinvesting gewinnen konnten. Die Crowd finanziert damit nicht nur zwei Unternehmen, sondern unterstützt auch wichtige Themen wie erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz“, freut sich CONDA Co-Geschäftsführer Daniel Horak.

Lärchenholz

Die Photovoltaikanlage Lärchenholz soll am Dach eines lokalen Unternehmens in der Steiermark entstehen und jährlich 170.000 Kilowattstunden Ökostrom liefern. Der Einspeisetarif ins Stromnetz ist durch die ÖMAG-Genehmigung für 13 Jahre gesetzlich garantiert. Insgesamt 400 Photovoltaikmodule können potenzielle Investoren finanzieren. Der Preis pro Paneel beträgt dabei 500 Euro. „Für die Investition erhalten die Kunden eine jährliche Verzinsung von 3,5 Prozent. Die gesamte Veranlagungsdauer beträgt 12,5 Jahre, wobei bereits während der Laufzeit mit der Rückzahlung des Kapitals begonnen wird“, erklärt Daniel Horak.

Photovoltaikfolie

Crystalsol sucht bei Conda Geldgeber für die Entwicklung flexibler Photovoltaikfolien, die in beinahe jeder gewünschten Form, Farbe und Transparenzstufe geliefert werden sollen. Das Untenehmen hat bereits ein kristallines Halbleiterpulver und ein preiswertes Rolle-zu-Rolle-Produktionsverfahren entwickelt. Eingesetzt werden die neuen Photovoltaikfolien vor allem bei Gebäuden in Fassaden oder Dächern. Neben der Integration in Gebäudehüllen können Crystalsols Produkte in mobilen Ladegeräten oder Taschen verwendet werden.

Crystalsol sucht sich sein Kapital nicht nur über Conda. Der österreichische Venturekapital-Geber ARAX Capital Partners GmbH unterstützt crystalsol ebenfalls bei der technologischen Entwicklung zur Marktreife. „Der Vorteil dabei ist, dass sich potenzielle Crowdinvestoren auf das Know-how eines branchenaffinen Investors verlassen können“, sagt Horak. Durch die bisherigen Forschungsarbeiten konnte der Effizienzgrad der Technologie schon von einem Prozent auf fast zehn Prozent gehoben werden. Das Unternehmen steht kurz vor dem Start der Pilotlinie.