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06.03.2016

Crowdinvesting: Heuer schon fünf Millionen Euro gesammelt

Seit das Alternativfinanzierungsgesetz mit Anfang September 2015 in Kraft getreten ist, wurden in Österreich insgesamt zehn Millionen Euro eingesammelt.

Seit dem 1. September 2015 ist das neue Alternativfinanzierungsgesetz-Gesetz mit weniger strengen Prospektanforderungen in Kraft. Seitdem haben Unternehmen in 30 Crowdinvesting-Runden insgesamt zehn Millionen Euro eingesammelt. Allein seit Jahresbeginn waren es fünf Millionen Euro für acht Projekte, drei Millionen Euro holte sich der Fußballklub Rapid Wien von knapp 1.500 Fans als Kapitalspritze für den Stadionneubau.

Zahlreiche Plattformen

In Österreich sind derzeit zahlreiche Crowdinvesting-Plattformen wie Conda, dasErtragReich, Finnest, Green Rocket, Home Rocket, regionalfunding, Rendity und 1000x1000 aktiv. Erst in der vergangenen Woche startete mit primeCrowd ein weiterer Dienst. Die Investments sind entweder als Nachrangdarlehen oder Unternehmenswertbeteiligung angelegt. Zum Beispiel beläuft sich der minimale Zeichnungsbeitrag für eine Crowinvesting-Projekt bei einer siebenjährige Anleihe auf 100 Euro und geht bis maximal 5.000 Euro und man erhält 4,5 Prozent Zinsen.

„Viel Luft nach oben“

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zeigt sich mit der Implementierung des Alternativfinanzierungsgesetz-Gesetzes zufrieden .„Einerseits kommen junge Unternehmen leichter zu Kapital, andererseits bietet das Gesetz Rechtssicherheit und sichert den notwendigen Anlegerschutz“, so Mitterlehner am Sonntag in einer Aussendung. „Wobei klar ist, dass wir erst am Anfang stehen“, betonte Wirtschaftsstaatssekretär Harald Mahrer (ÖVP). Eine „echte Beteiligungskultur“ entstehe nicht auf Knopfdruck. „Wir haben noch viel Luft nach oben“, so Mahrer.